Architektur

City-Ikea Wien bekommt 160 Bäume und 345 Hotelbetten

So soll das City-Ikea am Wiener Westbahnhof ausschauen
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Neue Details zum Ikea-Standort am Wiener Westbahnhof: Das siebengeschossige Gebäude bekommt ein großes Restaurant, eine Dachterrasse für alle und ein Hotel, das ein Bett für eine Nacht ab 25 Euro anbietet will.

Die Pläne für den Ikea-Standort am Wiener Westbahnhof werden konkreter: So wird der City-Ableger des schwedischen Einrichtungshauses mit insgesamt 160 Bäumen auf unterschiedlichen Ebenen bestückt sein. Die große Dachterrasse soll ohne Konsumzwang für alle nutzbar sein. Und in den beiden obersten der sieben Geschoße werden 345 Hotelbetten vermietet, wie am Montag bekanntgegeben wurde.

Dass zwei der insgesamt sieben Ebenen für einen externen Partner reserviert werden, war schon länger bekannt. Im Sommer teilte Ikea mit, mit der zur Accor-Gruppe gehörenden Marke "Jo & Joe" zusammenzuarbeiten. Heute wurden nun Details veröffentlicht. Geplant ist demnach ein "Open House".

Das Konzept hinter "Jo & Joe", das 2016 gegründet wurde und in Wien sein erstes Projekt im deutschsprachigen Raum umsetzt, erklärte Unternehmensvertreter Francois Leclerc in einer Pressekonferenz als eine Mischung aus Hotel und Hostel. Entsprechend gestaltet sich auch das Übernachtungsangebot. Von Einzel- bis Achtbettzimmer reicht die Spanne. Preismäßig will man "leistbar" sein, ein Bett für eine Nacht soll ab 25 Euro zu haben sein.

Eröffnung in zwei Jahren

"Wir verbinden das Beste aus beiden Welten", warb Leclerc. Soll heißen: Neben den Services und Angeboten einer klassischen Bettenburg setzt man mit hip gestalteten Gemeinschaftsräumen wie Küche, Waschsalon, Sportangebot oder Partyräumlichkeiten auf Jugendherbergs-Feeling.

Das Besondere: Das "Jo & Joe" wird auch Nicht-Hotelgästen offen stehen, der Austausch von Reisenden und Einheimischen soll so gefördert werden. Über die Gestaltung wollte Jakob Dunkl vom Architekturbüro "querkraft" noch nicht allzu viel verraten, weil noch geplant werde. Aber man werde mit dem "Meet the Locals"-Konzept auch spielerisch umgehen - etwa im Grafikdesign, durch die Aufbringung von Walzerschritten am Tanzboden oder einer riesigen Schneekugel, in die ein Dreiersessellift gehängt wird.

Aufsperren soll das "Open House" im Lauf des Jahres 2021, wenn auch der City-Ikea selbst in Betrieb geht. Das Areal wird inzwischen für die Bauarbeiten vorbereitet, die Anfang kommenden Jahres starten werden. Mit dem Standort am Westbahnhof verfolgt der Möbelriese ein neuartiges Konzept. Statt großer Hallen mit riesigen Parkplätzen an der Peripherie will man nun Nachhaltigkeit, Urbanität und Offenheit vermitteln.

Mitnehmen kann man demnach nur Produkte, die ohne Auto transportiert werden können. Viel Aufmerksamkeit schenkt man der Begrünung. So wird der Westbahnhof-Ikea mit insgesamt 160 Bäumen ausgestattet sein - und zwar nicht nur am Dach, sondern auch an den Fassadenseiten. Außerdem wird es in nicht zugänglichen Bereichen Bienenhotels geben, wie Ikea-Österreich-Geschäftsführerin Viera Juzova ankündigte.

Ganz oben eine Terrasse für alle

Ganz oben wird es eine großzügige windgeschützte Rooftop-Terrasse geben, die vom Möbelhaus und "Jo & Joe" gleichermaßen bespielt wird. Wobei der Zugang für alle möglich sein wird - und das ohne Konsumzwang. "Wie in den Höfen des Museumsquartiers wird man dort sein Dosenbier und seine Chips mitnehmen können", versprach Architekt Dunkl. Spielmöglichkeiten für Kinder sind ebenfalls geplant.

Drei Ebenen werden als Showroom und Markthalle benutzt. Ein ganzes Geschoß wird das Ikea-Restaurant einnehmen. Wer beim Möbelshoppen kurz frische Luft braucht, wird sich an den in die rasterartige Fassade integrierten Balkonen erfreuen. Neben Wohnungen würden inzwischen auch immer mehr Büros mit derlei Annehmlichkeiten ausgestattet. "Warum also nicht auch beim Ikea fünf Minuten raus gehen und nachdenken, wie die Küche ausschauen soll", so Dunkl. In der Erdgeschoßzone wird es zudem klassische Nahversorger geben - etwa eine Bäckerei, eine Apotheke oder einen Friseur.

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