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Analyse

Der Unruhestifter aus der Steiermark

Dass die Osram-Übernahme durch AMS klappt, gilt als sehr wahrscheinlich.
Dass die Osram-Übernahme durch AMS klappt, gilt als sehr wahrscheinlich.(c) REUTERS (LEONHARD FOEGER)
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Die Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram durch die steirische AMS wirbelt ordentlich Staub auf. Das hat auch viel mit AMS-Chef Alexander Everke zu tun, der gern poltert und aneckt.

Wien. Er kann den Gegenwind nicht nachvollziehen. Bei der Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram gebe es kein Vorankommen, beklagt AMS-Chef Alexander Everke. Er gibt sich dennoch siegessicher: „Die Fakten gewinnen immer“, sagt er. Osram schrieb zuletzt einen Verlust von 343 Mio. Euro. Binnen zwölf Monaten wurden mehr als 2000 Leute gekündigt. Die Zahlen sprechen also für Everke. Das war nicht immer so. Vor seiner Krise hatte der Münchner Lichtkonzern immer wieder die Übernahme von AMS geprüft. Schließlich ist Osram dreimal so groß wie AMS. Und der steirische Konzern ist stark abhängig von seinem Hauptkunden, Apple, der zuletzt mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen hatte. Everke braucht also ein größeres Portfolio, er braucht Osram. Trotzdem ist für ihn im Falle einer angedachten Fusion klar: Er will den Konzern führen. Aber kann er es auch?