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Japans Regierung will in Nahost-Krise vermitteln

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Premier Abe besucht Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman

Der US-Verbündete Japan will zu einer Stabilisierung der angespannten Lage im Nahen Osten beitragen. Zu diesem Zweck reist Regierungschef Shinzo Abe ab Samstag zu einem fünftägigen Besuch in die Region, wie sein Regierungssprecher Yoshihide Suga am Freitag bekannt gab.

Tokio hatte laut Informationen japanischer Medien zwischenzeitlich eine Absage des Besuchs in Erwägung gezogen, nachdem der Iran von US-Truppen benutzte Stützpunkte im Irak beschossen hatte. Da US-Präsident Donald Trump daraufhin jedoch von weiteren militärischen Aktionen gegen den Iran absah und sich die Lage etwas entspannte, habe man entschieden, am Besuch festzuhalten. Abe will Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman besuchen.

Japan, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, bezieht einen Großteil seines Öls aus Nahost. Die USA sind Japans wichtigster Sicherheitspartner. Zugleich aber unterhält Tokio seit langem gute Beziehungen zum Iran. Es will voraussichtlich im Februar einen eigenen Zerstörer zu "Informationszwecken" in die Region schicken. 2019 waren wiederholt Tanker in der Region angegriffen worden. Japans Marine wird jedoch die Straße von Hormuz meiden, wo Schiffe jetzt von einer von den USA geführten Koalition zum Schutz begleitet werden.

 

(APA)

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