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176 Tote

Iran bestätigt: Zwei Raketen brachten ukrainisches Flugzeug zum Absturz

January 8, 2020, Tehran, Tehran, Iran: CEO of Imam Khomeini International Airport City Company, Mohammad Mehdi Karbalai
Die Boeing 737-800 schlug am frühen Morgen des 8. Jänner rund 50 Kilometer südlich von Teheran auf.imago images/ZUMA Press
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Zwei Raketen des Typs "TOR" trafen aus nördlicher Richtung kommend das Passagierflugzeug, meldet die iranische Luftfahrtbehörde.

Das irrtümlich im Iran abgeschossene ukrainische Passagierflugzeug wurde durch zwei Raketen zum Absturz gebracht. Das ist das Ergebnis eines zweiten Berichts der iranischen Luftfahrtbehörde, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna in der Nacht auf Dienstag berichtete. Demnach wurde die Maschine nahe Teheran von zwei Raketen des Typs "TOR" aus nördlicher Richtung getroffen.

Die Maschine der Ukraine International Airlines war am 8. Jänner auf dem Weg nach Kiew. Alle 176 Menschen an Bord kamen bei dem Absturz ums Leben. Nach iranischen Angaben waren 147 der Passagiere Iraner, darunter viele mit doppelter Staatsbürgerschaft, sowie 29 Bürger der Ukraine, Kanadas, Schwedens und Afghanistans.

Kein Kontakt zum Piloten

Zuvor hatten bereits Medien anhand eines Videos analysiert, dass die Maschine durch zwei Geschoße getroffen worden sein könnte. Durch den Treffer sei auch möglicherweise das Kommunikationssystem des Flugzeugs zerstört worden. Laut Bericht gab es keinen Kontakt zu den Piloten.

Der Iran hatte den Abschuss der Maschine inmitten der militärischen Konfrontation mit den USA eingeräumt, nachdem die Behörden zuvor von einem technischen Defekt gesprochen hatten. Der zweite Bericht der Behörde führt nun detailliert aus, wie es zum Absturz kam. Es handle sich allerdings noch um einen Zwischenstand und nicht um ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen.

Der Abschuss des Verkehrsflugzeugs und insbesondere die anfängliche Vertuschung der Fakten durch die iranische Führung und Medien führten im Iran zu Protesten. Die Demonstranten fordern eine Bestrafung der Verantwortlichen, einige sogar den Rücktritt der iranischen Führung. Präsident Hassan Rouhani versprach daraufhin eine gründliche und lückenlose Aufklärung der Abschussumstände durch ein Sondergericht mit verschiedenen Expertenteams.

(APA/dpa)

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