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voestalpine vor Werksschließungen

Archivbild: Stahlproduktion am voestalpine Standort Donauwitz
Archivbild: Stahlproduktion am voestalpine Standort DonauwitzAPA/Hans Klaus Techt
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Während einige Mitarbeiter bereits ins Homeoffice geschickt wurden, kommen manche Betriebe nicht ohne anwesendem Personal aus.

Die voestalpine prüft gerade, welche Werke vorübergehend geschlossen werden müssen. Mehrere große steirische Betriebe haben hingegen wegen des Coronavirus bereits geschlossen oder die Produktion eingestellt: Magna Steyr stoppte die Fahrzeugproduktion am Dienstag für zwei Wochen, der oststeirische Möbelhersteller ADA hat seine Werke ebenfalls gesperrt.

In den steirischen Betrieben der voestalpine (unter anderem in Donauwitz, Kindberg und Kapfenberg) hat man „dort, wo es der laufende Betrieb erlaubt“ am Dienstag Homeoffice angeordnet. Die Möglichkeit soll in den kommenden Tagen über alle Gesellschaften noch weiter verstärkt werden. Aber: Die voestalpine umfasse „auch zahlreiche Bereiche, die nicht ohne anwesendes Personal auskommen". Derzeit werde geprüft, welche Produktionsbereiche unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben weitergeführt werden können, welche stark reduziert werden oder gänzlich heruntergefahren werden müssen. Mitarbeiter, die in der Produktion, in der Instandhaltung und anderen betriebskritischen Bereichen tätig sind, würden bis auf weiteres vor Ort im Einsatz sein. „Sicherheits- bzw. Schutzmaßnahmen in Bezug auf Gesundheit und Hygiene haben dabei höchste Priorität“, heißt es von der voestalpine.

Anton Paar liefert weiterhin

Der Messtechnik-Hersteller Anton Paar aus Graz hat am Montag
seine Produktion schon eingestellt und entschuldigt sich auf seiner
Website bei Kunden für dadurch entstehende Lieferverzögerungen: „Das
Leben und die Gesundheit aller ist die derzeit wichtigste Aufgabe."
Warenlieferungen seien aber weiterhin möglich.

Die Mitarbeiter des Logistikers Knapp AG oder auch der Grazer AVL
haben indessen ihre Reisen gänzlich eingestellt. Komplett zum
Erliegen komme die Arbeit allerdings nicht. In China laufe die Autoindustrie gerade wieder an, hieß es beim Antriebsstrangentwickler. Es wurden allerdings verstärkte Hygiene- und andere Maßnahmen eingeführt.

Leobener Maskenpflicht

Bei AT&S in Leoben-Hinterberg wurde auf Basis der Erfahrungen in
China eine Maskenpflicht am Betriebsgelände eingeführt, Home Office ausgeweitet, der Kantinenbetrieb eingeschränkt und die
Dienstreisetätigkeit ebenfalls gestoppt. Von den 1.365 Mitarbeitern
an den Standorten Leoben und Fehring sind 620 „White Collar", also
Büromitarbeiter, von diesen ist die Hälfte in Home Office.

>> „Niest China, hustet dann die Welt?“ [premium]

(APA)