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In der ORF-Quarantäne-WG: Ein hartes Bett für Armin Wolf

Armin Wolf berichtet auf seinem Blog aus der "Corona-WG" am Küniglberg.(c) Screenshot
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Um Corona-Infektionen zu verhindern, ist ein Teil der „ZiB"-Mannschaft am Küniglberg eingezogen. ORFler dürfen auch nicht nebenbei Rettung fahren.

Der ORF geht derzeit auf Nummer sicher: Man bunkert sich ein und schottet sich ab. Vor allem einige für die Informations-Versorgung des Landes notwendige Personen, etwa aus der „ZiB“-Mannschaft. Unter jenen, die sich im zweiten Stock des Funkhauses für 14 Tage freiwillig in Quarantäne begeben haben, ist auch „ZiB2“-Anchor Armin Wolf. Der teilte seine ersten Eindrücke aus der „Corona-WG“ des ORF über soziale Medien: Der Corona-Test sei unangenehm, weil mit einem Stäbchen „ziemlich weit ins linke Nasenloch hinauf“ gefahren werde.  Dreimal täglich werde Fieber gemessen. Man habe ihm ein Bett ins Büro gestellt: „Die Matratze muss ein überzogenes Brett sein und die Bettwäsche dürfte eine Firma dem ORF aus ihren unverkäuflichen Lagerbeständen überlassen haben. Sagen wir so: Der Mustermix ist mutig.“ Zu den Gemeinschaftsduschen gehe es „gut 600 Meter durch abgeriegelte Gänge“, knapp 100 Meter davon durchs Freie. Aber wenigstens habe er ein Fenster in seinem Büro. Andere müssten in Garderoben nächtigen – mit Dusche, dafür ohne Fenster.

Keinen ehrenamtlichen Dienst

Aber nicht nur die Info-Redaktion soll so vor Ausfällen geschützt werden. ORF-Mitarbeiter dürfen derzeit auch nicht nebenbei ehrenamtlich im Rettungsdienst oder im Hospiz tätig sein. Sie müssen sich zwischen ORF und freiwilliger Tätigkeit entscheiden, um Ansteckungen zu vermeiden – dienstrechtliche Konsequenzen, falls sich jemand für die Tätigkeit als Freiwilliger entscheidet, gebe es keine, heißt es aus dem ORF.

Man verweist aber darauf, dass der ORF als Teil der "kritischen Infrastruktur" den Betrieb absichern müsse. Man habe eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten - vom Home Office über getrennten Schichtbetrieb. Dazu dient letztlich auch die Quarantäne der etwa 30 „ZiB“-Kollegen.

Tischtennis-Tische und ein kleiner Fitness-Bereich

„Die ORF-Führung hat offenbar einige Angst davor, dass wir hier herinnen einen Lagerkoller entwickeln und uns gegenseitig an die Gurgel gehen“, meint Wolf in seinem Blog. Um das zu vermeiden, wurden Tischtennis-Tische aufgestellt, ein kleiner Fitness-Bereich eingerichtet, es gibt einen Wutzler und Play-Stations. Und auch hier gelte Freiwilligkeit: „Wer es nicht solange aushält, kann jederzeit raus, dann aber nicht mehr retour.“

>> Armin Wolfs Blog