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Verkehrsstadträtin

Grünen-Chefin überlegt Straßensperren für Wiener Fußgänger

Die Wiener Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne)
Die Wiener Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne)(c) Clemens Fabry, Presse
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Es werde derzeit überlegt, „welche Straßenzüge wie freigegeben werden können“, damit die Wiener ins Freie können, teilt die Verkehrsstadträtin mit.

In Wien könnten bald ganze Straßen für den Verkehr gesperrt werden, um in der Coronavirus-Krise mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Derartige Überlegungen gab Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) am Sonntag via Twitter bekannt. Der Koalitionspartner, die SPÖ, dürfte nicht allzu begeistern von diesen Plänen sein.

Hebein wies darauf hin, dass es trotz der verhängten Ausgangsbeschränkungen erlaubt sei, sich alleine oder mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern an der frischen Luft zu bewegen, zu spazieren oder Rad zu fahren - immer mit dem vorgegebenen Mindestabstand. "Die Menschen in Wien sollen das auch tun können, egal ob sie im Grünen oder in dicht bebauten Gegenden wohnen", schrieb die Ressortchefin.

Deshalb arbeite man "im Ressort mit Hochtouren an praktikablen Möglichkeiten, um schnell mehr Platz im öffentlichen Raum zu schaffen. Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, wird es klare Informationen geben, welche Straßenzüge wie freigegeben werden können".

SPÖ wenig begeistert: "Warum Straßen sperren?"

Die SPÖ scheint alles andere als begeistert von diesem Vorhaben zu sein. Das legt zumindest ein Tweet des SPÖ-Gemeinderatsvorsitzenden Thomas Reindl nahe: "Warum Straßen sperren? Damit die Leute vom Asphalt zB der Ringstraße durch die Gitter in die von der Regierung gesperrten Parks schauen? Schwachsinn! Der Bund soll die Parks aufsperren!" Die Wiener Roten fordern - von Bürgermeister Michael Ludwig abwärts - seit Tagen die Öffnung der Bundesgärten in der Hauptstadt.

(APA)