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Der Mediator

Kurz, Kogler und der teure Boulevard

Die Regierung von ÖVP und Grünen schaut auf die Straße: Millionen Euro für Gratisblätter.
Die Regierung von ÖVP und Grünen schaut auf die Straße: Millionen Euro für Gratisblätter.PEROUTKA Guenther / WB
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Die türkis-grüne Bundesregierung will auch den Printmedien mit einer Sonderförderung aus der Krise helfen. Gut so! Aber warum werden ausgerechnet jene Massenblätter bevorzugt, die am häufigsten den journalistischen Anstand verletzen?

Im März hat der Österreichische Presserat seine Fall-Statistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Diese honorige Institution schaut nicht nur darauf, dass hierzulande Pressefreiheit herrscht, sondern auch darauf, dass Zeitungen und Magazine sich an gewisse Regeln halten, vor allem des Anstands. Sie hat einen Ehrenkodex für gutes und verantwortungsvolles journalistisches Handeln entwickelt.

Würde zum Beispiel der „Mediator“darüber schreiben, in welchen politischen oder medialen Kreisen gerade häusliche Gewalt herrscht, der Tadel des Presserates wäre ihm gewiss. Denn das gehört ebenso wenig ins Blatt wie Beleidigendes und Herabwürdigendes, insbesondere das Bloßstellen von Menschen, die nicht von öffentlichem Interesse sind. Dass der Presserat Missstände der eigenen Branche aufzeigt, ist beruhigend. Die wichtigsten Journalisten- und Verlegerverbände (leider nicht alle Verlage) unterstützen das.