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Infektionswege

Coronavirus in Tränen einer Patientin isoliert

Der Augenschutz für Personen in medizinischen Berufen ist schon jetzt wichtig zur Ansteckungsvermeidung.
Der Augenschutz für Personen in medizinischen Berufen ist schon jetzt wichtig zur Ansteckungsvermeidung.APA/AFP/JOSEPH PREZIOSO
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Eine italienische Untersuchung zeigt: Das Virus kann sich auch in den Bindehäuten vermehren. Augen könnten nicht nur Tore für das eindringen des Virus, sondern auch eine Ansteckungsquelle sein.

Das Sars-Cov2-Virus ist von italienischen Forschern auch in den Tränen einer Patientin isoliert worden. Ausgehend von einem Augenabstrich konnten die Wissenschafter des römischen Krankenhauses "Spallanzani" zeigen, dass sich der Virus auch in den Bindehäuten vermehren kann.

Untersuchungen beweisen, dass die Augen nicht nur einer der Eingänge für das Virus sind, sondern auch "potenzielle Ansteckungsquellen" sind, geht aus der Studie hervor. Der Augenabstrich wurde drei Tage nach dem Krankenhausaufenthalt einer auf Covid-19 positiv getesteten Patientin genommen, die Ende Jänner in das Spallanzani-Krankenhaus eingeliefert wurde.

So konnten die Forscher beweisen, dass das Virus sich neben dem Atmungssystem auch in der Bindehaut vermehren kann. Dies sei eine Entdeckung, die "wichtige Auswirkungen auch auf die öffentliche Gesundheit" haben könne, so die Forscher, die die Ergebnisse ihrer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilten.

Weitere Studien notwendig

"Diese Forschung zeigt, dass die Augen nicht nur eines der Tore für das Eindringen des Virus in den Körper, sondern auch eine potenzielle Ansteckungsquelle sind", kommentierte Concetta Castilletti, die an der Forschung beteiligt war. Sie betonte die Notwendigkeit einer angemessenen Verwendung von Schutzvorrichtungen in Situationen wie Augenuntersuchungen, die bisher im Vergleich zu den Ansteckungsrisiken als relativ sicher angesehen wurden.

Die Forschung zeigte auch, dass Augenabstriche positiv sein können, auch wenn die Proben im Atmungsbereich keine Spuren des Virus mehr aufweisen. Weitere Studien seien erforderlich, um zu prüfen, wie lange das Virus noch aktiv und möglicherweise unter Tränen infektiös ist, hieß es in Rom.

(APA)