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Forderungen

Onlinepetition fordert "Rettungsschirm für Kreative und Künstler"

In einer Petition fordern heimische Künstler und Kulturschaffende wie Adele Neuhauser, Andreas Vitasek oder Lukas Resetarits mehr staatliche Hilfe. Unterzeichnet wurde diese bisher von rund 3800 Unterstützern.

Angesichts anhaltender Unsicherheiten in weiten Teilen des heimischen Kulturbetriebs hat sich nun eine neue Initiative formiert, die via Onlinepetition einen „Rettungsschirm für Kreative und Künstler_innen!“ fordert. In der vordersten Reihe finden sich neben dem Perkussionisten Martin Grubinger auch die Schauspieler Erwin Steinhauer und Adele Neuhauser sowie SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda.

Ebenfalls als Mitinitiator tritt der Kabarettist Lukas Resetarits in Erscheinung, dessen wütender Videoauftritt in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt hatte und der in der ORF-"ZiB 2" [premium] am Montagabend auf die Frage nach einem Rücktrittsaufforderung von Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) sagte: „Es ist schon wurscht, würd' ich fast sagen. [...] Wenn man es nicht schafft, das so zu besetzen, dass da wirklich was passiert, dann wär es okay, auch ohne Staatssekretärin oder Staatssekretär auszukommen."

Kompensation und Kurzarbeit

In einer Aussendung der Verantwortlichen, die am Dienstag veröffentlicht wurde, heißt es, seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kunst, Kultur, Event- und Kreativwirtschaft „dramatisch“, denn „unsere Branchen wurden als erste zugesperrt und werden auch zu den letzten gehören, die ihre Arbeit wieder voll aufnehmen können. Wir wollen keine Bittsteller sein, sondern fordern von der Regierung Unterstützung für alle, die aktuell nicht arbeiten und künstlerisch tätig sein dürfen!“ In einer Krise wie der aktuellen brauche es von der Politik „besonderes Engagement, Klarheit, Wissen um künstlerische Lebens- und Arbeitsrealitäten, Verlässlichkeit und Mut. Dies vermissen wir aktuell.“ Die Maßnahmen der Regierung, um die Auswirkungen der Krise abzumildern, seien „bei weitem nicht ausreichend“.

In der Petition werden konkrete Hilfeleistungen thematisiert, die neben den Initiatoren bisher unter anderen Andreas Vitasek, Ursula Strauss, Kristina Sprenger, Florian Scheuba, Angelika Niedetzky, Birgit Denk, Hermann Beil, Florian Krumpöck sowie Michael Sturminger unterzeichnet haben. Insgesamt haben sich bis Dienstagvormittag rund 3800 Unterzeichnende der Petition angeschlossen.

Gefordert werden „klare und realistische Vorgaben für den Kulturbetrieb“ und keine Benachteiligungen gegenüber anderen Branchen. Auch die finanzielle Kompensation für fehlende Ticketverkäufe wird thematisiert. Der Staat müsse „umfassend einspringen und Einbußen aus dem fehlenden Kartenverkauf kompensieren“, wie es in den fünf Punkten der Petition heißt. Die Forderung von SPÖ-Kultursprecher Drozda nach „Kurzarbeit für kurzfristig Beschäftigte“, ist ebenfalls Teil der Forderungen.

Als letzten Punkt wird die von der Regierung bereits geplanten Hilfen für Gemeinnützige genannt, die Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Wochenende angekündigt hatte, wobei der grünen Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek ein „guter dreistelliger Millionenbetrag“ der geplanten 700 Millionen Euro auf die Kultur entfallen soll. „Für diesen Bereich gibt es bisher noch keine Hilfestellungen, obwohl die gesetzlichen Grundlagen dafür bereits im März beschlossen wurden. Die Unterstützung muss jetzt kommen“, heißt es in der

(APA)