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Eine Kampfnonne und andere wilde Frauen: So gut sind die neuen Serien auf Netflix & Co.

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Ava (Alba Baptista) wird in „Warrior Nun“ zur Kampfnonne wider Willen.(c) NETFLIX
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Die neuesten Serien entführen in die gefährlichen Wälder Polens, in ein mysteriöses Südtiroler Dorf, in die desolaten Außenbezirke Montreals, nach Ibiza – und in eine Welt, in der Klosterschwestern Dämonen jagen.

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Warrior Nun

Mystery und Action
Zu sehen auf Netflix

So hat sich die 19-jährige Ava (Alba Baptista) ihren Tod nicht vorgestellt. Sie liegt im Keller einer Kirche in Andalusien, als nebenan drei junge Frauen in Kampfmontur in die Krypta stürmen. Sie tragen eine vierte, schwerstverletzte. Aus deren Rücken operiert eine Nonne ein kreisförmiges, antik aussehendes Implantat. Angreifer dringen ins Gebäude ein und die Nonne versteckt das Implantat kurzerhand im Rücken Avas – die daraufhin wieder zum Leben erwacht. So wird Ava zur titelgebenden „Warrior Nun“, einer Kampfnonne, ob sie will oder nicht. Sie weigert sich anfangs, der wehrhaften Schwesternschaft beizutreten. Verständlich, nachdem sie von Nonnen jahrelang schlecht behandelt wurde. Ava war nach dem Tod ihrer Mutter querschnittsgelähmt und wuchs in einem katholischen Waisenhaus auf. Nun genesen, will sie tanzen und schmusen, nicht mit ernsten Nonnen Dämonen jagen!
Eine Außenseiterin als Auserwählte wider Willen: „Warrior Nun“ reiht sich zu anderen Mystery-Serien mit starken Mädchen in der Hauptrolle, etwa „Sabrina“ auf Netflix und – quasi Mutter Oberin des Genres – „Buffy“. Leider bewegt sich „Warrior Nun“ in Inszenierung und Charakterzeichnung auf der Ebene harmloser Unterhaltung. (her)

 

The Woods

Spannung aus Polen
Zu sehen auf Netflix

Staatsanwalt Pawel Kopinski hat nie verwunden, dass seine jüngere Schwester 1994 aus einem Ferienlager nicht wieder zurückkehrte. Was wohl auch daran liegt, dass er damals seine Pflicht als jugendlicher Aufpasser verletzt hat: Die letzte Nacht verbrachte er lieber im Wald – mit der Tochter des Direktors. Am nächsten Tag waren zwei junge Leute tot, zwei verschwunden. „The Woods“ spielt gekonnt mit den Zeitebenen, wobei die Gegenwart mindestens genauso gefährlich scheint wie die Vergangenheit. Wieder passieren Gewalttaten – und das, was damals im Wald geschah, wird aktuell. Die polnische Miniserie basiert auf „Das Grab im Wald“, einem Thriller von US-Autor Harlan Coben, der einen exklusiven Vertrag mit Netflix hat. Sie überzeugt durch gut gezeichnete Charaktere, atmosphärische Bilder von feuchtem Moos und rissiger Rinde und einer sich langsam aufbauenden Spannung. (rovi)

 

Curon

Südtiroler Horror
Zu sehen auf Netflix

Es gibt sie wirklich, die im See versunkene Kirche im Vinschgau, von der nur noch die Kirchturmspitze zu sehen ist. Und ja, es ranken sich um sie allerlei Geschichten. Eine davon hat die Serie „Curon“ – so lautet der italienische Namen des Dorfes – ausgeschmückt: Hier wird jeder, der die Glocken läuten hört, alsbald von einem Doppelgänger bedroht. Die Dörfler haben damit leben gelernt, doch dann ziehen die Zwillinge Daria und Mauro in die Gegend – und drohen alte Geheimnisse aufzudecken. Solide, dunkle Mystery-Serie mit Coming-of-Age-Momenten. (best)

 

Can you hear me?

Frankokanadische Dramedy
Zu sehen auf Netflix

Desolat ist vieles hier in jenem Teil von Montreal, der eher nicht im Reiseführer vorkommt – nur nicht die Freundschaft der drei Frauen, von der diese frankokanadische Dramedy mit roher, anarchischer Freude erzählt: die wütende Ada, die der Therapeutin, die zu besuchen ihr gerichtlich angeordnet wurde, in die Topfpflanze pinkelt; Caro, die kaum ein Wort redet; und Fabiola, die einzige mit einem Job, die sich um ihre völlig vernachlässigte Nichte kümmert. Gemeinsam streifen sie durch die Straßen und verprassen vergnügt das Geld, das sie durch Gelegenheitsprostitution, Ladendiebstahl und Gesangsauftritte in U-Bahnstationen lukrieren – wenn ihre vulgären Liedtexte nicht gerade alle Zuhörer vertreiben. (kanu)

 

White Lines

Drogen-Drama & ein Hauch Humor
Zu sehen auf Netflix

„Haus-des-Geldes“-Autor ?lex Pina weiß, wie man Zuschauer auf die Folter spannt: Wieder lässt er uns durchgeknallten Typen zusehen, wie sie sich in kriminelle Machenschaften verstricken – und wir halten die Daumen, dass der Coup gelingen möge. Diesmal ist es Zoe (Laura Haddock), die von einer brenzligen Situation in die nächste stolpert. Manche sind brutal, andere komisch. Hätte Bodyguard Boxer (Nuno Lopes) sich nicht in sie verknallt, sie würde noch immer ein Schlauchboot mit zwei Leichen durch Ibiza ziehen. Denn Zoe ist zäh. Sie will herausfinden, wie ihr Bruder Axel (Tom Harris) starb. Man könnte sagen, er ist den Versuchungen Ibizas erlegen: Drogen und wilde Parties. (i. w.)

 

I Know This Much Is True

Psychiatrie- und Familiendrama
Zu sehen auf Sky

Mark Ruffalo („Hulk“) spielt in diesem Familiendrama eine bravouröse Doppelrolle als zwei Zwillinge: Thomas ist schizophren und kommt gegen Dominicks Willen in eine Anstalt. Eine traurige Miniserie darüber, was es bedeutet, einen psychisch kranken Menschen zu lieben. (i. w.)

 

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