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Coronakrise

Kroatiens Tourismus-Zahlen im Juli besser als erwartet

Kroatien, Tourismus, Sommer, Österreich, Deutschland
An den kroatischen Grenzen bilden sich bei der Einreise kilometerlange Staus.APA/AFP/DENIS LOVROVIC
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Im Vergleich zu Juli 2019 sind heuer etwas mehr als die Hälfte der Touristen in Kroatien angekommen.

Aktuelle Tourismus-Zahlen in Kroatien übertreffen die pessimistischen Erwartungen für den diesjährigen Corona-Sommer. Im Juli wurden insgesamt 2,44 Millionen Touristen - davon 2,13 Millionen aus dem Ausland - gezählt, die für 18,6 Millionen Nächtigungen gesorgt haben, teilte der kroatische Tourismusverband (HTZ) laut Medienberichten mit. Die Zahlen entsprechen 53 Prozent der Ankünfte und 61 Prozent der Übernachtungen vom Juli 2019.

„Angesichts der Umstände ist das ein hervorragendes Resultat und eine gute Prognose für August", sagte der HTZ-Chef Kristjan Stanicic laut Nachrichtenagentur Hina. Er kündigte an, die Werbeaktivitäten in Österreich, Deutschland, Großbritannien und Italien noch zu intensivieren. Diese Länder, in denen Kroatien als ein corona-sicheres Land gilt, seien sehr wichtige Märkte für den kroatischen Tourismus, betonte er. Juli und August sind die wichtigsten Monate für die kroatische Tourismusbranche.

In dem Adrialand weilen derzeit 780.000 Touristen, davon rund 200.000 Deutsche, 135.000 Slowenen, 130.000 Kroaten, 74.000 Polen und 46.000 Tschechen, hieß es. Die beliebtesten Destinationen sind die dalmatische Insel Vir, sowie Rovinj und Medulin in Istrien.

Die meisten Nächtigungen fielen auf Deutsche ab (4,43 Mio.), gefolgt von Slowenen (3,44 Mio.), Kroaten (2,9 Mio.), sowie Gästen aus Polen (1,6 Mio.) und Tschechien (1,42 Mio.). Deutsche und Slowenen haben rund 90 Prozent der Zahlen aus dem vorjährigen Juli umgesetzt.

In den ersten sieben Monaten 2020 wurden in Kroatien insgesamt 4,11 Millionen Touristen gezählt, die 26,3 Millionen Mal nächtigten. Die Zahlen entsprechen laut Medienberichten 44 Prozent der Zahlen aus der gleichen Vorjahresperiode.

Der Tourismus macht in Kroatien fast ein Fünftel des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus. Zu Beginn der Sommersaison hat man wegen der Coronapandemie einen schweren Einbruch erwartet. Laut ursprünglichen Ankündigungen ging man davon aus, heuer etwa 30 Prozent des vorjährigen Umsatzes zu erreichen. Die Einnahmen von ausländischen Touristen lagen im Vorjahr über 10,5 Milliarden Euro.