Schnellauswahl
Coronavirus

Warum es trotz steigender Infektionen nicht mehr Spitals­patienten gibt

Ein großer Teil der mit dem Coronavirus Infizierten sind mittlerweile jüngere Menschen, die teilweise Verhaltensregeln missachten und eine Ansteckung in Kauf nehmen. Denn sie wissen, dass sie selten schwer erkranken.Katharina Roßboth
  • Drucken
  • Kommentieren

Jüngere Infizierte, günstigere Umgebungsbedingungen im Sommer und eine gewisse Gelassenheit gegenüber Covid-19 führen dazu, dass die Zahl der schwer Erkrankten sowie der Todesfälle trotz steigender Infektionen konstant bleibt. Auch eine Mutation des Virus könnte eine Rolle spielen.

Es ist ein Phänomen, das schon seit Monaten für Verwunderung und Unverständnis sorgt. Obwohl die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen – von Donnerstag auf Freitag waren es 357 – steigt, bleibt jene der stationär Behandelten (derzeit 156) sowie der Todesfälle (bisher 735) konstant. Wie ist das zu erklären? Ist das Coronavirus mutiert und nicht mehr so gefährlich? Liegt es an der gesunkenen Altersstruktur der Infizierten? Und welche Erkenntnis lässt sich aus dem Anteil der Intensivpatienten gewinnen?