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Wien-Wahl

Strache will nicht Bezirksrat werden, sondern ein Medium gründen

WIEN-WAHL: TV-DISKUSSION - STRACHE
Heinz-Christian Strache (Archivbild)APA/HELMUT FOHRINGER
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Wie es mit dem politischen Projekt von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache weitergeht, wird am Dienstagabend vom „Team HC Strache“ besprochen. An eine Auflösung denke man dabei aber nicht, so Generalsekretär Christian Höbart.

Obwohl die Auszählung der Briefwahlstimmen noch läuft, steht mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit bereits fest, dass das „Team HC Strache“ nicht in den Gemeinderat und Landtag einziehen wird. Wie es nun mit der neuen Partei des früheren Vizekanzlers und FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache weitergeht, wird der Vorstand am Abend in einer Sitzung besprechen. Eine Auflösung der Partei stehe "überhaupt nicht im Raum", sagte Generalsekretär Christian Höbart am Dienstag.

>> Heinz-Christian Straches Abgang in die Polit-Pension [premium]

Die Hoffnungen auf einen Einzug in den Gemeinderat erfüllten sich für den früheren FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht. Damit geht eine politische Karriere zu Ende. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnten noch ein unangenehmes Nachspiel bringen, schreibt Martin Fritzl.

Immerhin stellen die Hochrechnungen für die Bezirkswahlen dem Team Strache Mandate in insgesamt 16 Bezirken in Aussicht. Strache selbst könnte also, wenn er will, weiter politisch aktiv bleiben - als Bezirksrat.

„Werde sicher nicht Bezirksrat“ 

Strache selber erklärte am Dienstag in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "News", kein Mandat auf Bezirksebene annehmen zu wollen. "Ich selbst bleibe natürlich ein politischer Mensch, werde aber sicher nicht Bezirksrat, sondern unterstütze die künftigen Bezirksräte des Teams Strache, wo ich nur kann", wurde der frühere Vizekanzler in einer Onlinemeldung des Magazins zitiert. Stattdessen wolle er als Unternehmer tätig sein und ein Online-Medium gründen, sagte Strache.

Dass Strache über ein eigenes Medium nachdenkt, ist nicht neu. Im Zuge der Ermittlungen zur Ibiza-Affäre etwa stieß die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft auf Pläne für ein Medienprojekt Straches mit dem damaligen „Krone.at“-Chefredakteur, Richard Schmitt. Schmitt hatte nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos seinen Posten bei der „Kronen Zeitung“ im Juli 2019 geräumt und arbeitet seitdem als Online-Chefredakteur von „Oe24“. In einem Bericht der Staatsanwälte hieß es, Strache habe das Projekt aber nicht auf Eis gelegt: „Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben“, habe er es genannt, berichtete „Der Standard“ im Juli 2020. Schmitt erklärte damals, mit seinem Wechsel zu „Oe24“ habe sich die Sache für ihn erledigt.

„Online-Magazin“ und Diskussionsveranstaltungen

Strache sagte nun gegenüber „News“, er wolle „ein Online-Magazin“ gründen, in dem „die Anliegen“ des Team Strache aufbereitet würden. Zudem plane er mit seiner Partei regelmäßige „Diskussionsveranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger“.

Höbart zeigte sich am Dienstagnachmittag jedenfalls einigermaßen überrascht über Straches Aussage: Die Angelegenheit hätte eigentlich erst am Abend bei der Vorstandssitzung diskutiert werden sollen. Tatsächlich habe Strache bereits intern gemeint, dass er die Annahme eines Bezirksratsmandats nicht plane. Man wolle dies beim Treffen aber noch besprechen, erklärte Höbart dennoch - Straches Entscheidung wollte er noch nicht endgültig in Stein gemeißelt wissen.

>> zum Bericht von „News“

(APA/Red.)