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Coronakrise

Regierung vor Entscheidung über Ski-Lockdown

Die Debatte um eine vorweihnachtliche Schließung der Skigebiete könnte am Mittwoch beendet sein.
Die Debatte um eine vorweihnachtliche Schließung der Skigebiete könnte am Mittwoch beendet sein.(c) REUTERS (LEONHARD FOEGER)
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Die Regierung will am Mittwoch ihre Pläne präsentieren. Von den ersten Lockerungen in einer Woche sollen Sporteinrichtungen aber noch nicht profitieren.

Wien. Die höchst emotional geführte Debatte um eine vorweihnachtliche Schließung der Skigebiete wegen der Corona-Pandemie könnte am Mittwoch beendet sein. Dann will nämlich die Regierung ihre Pläne zu diesem Thema präsentieren. Was freilich wohl nicht unbedingt das Ende der Aufregung darüber bedeuten wird.

Im Interview mit der „Kleinen Zeitung“ sagte Kanzler Sebastian Kurz, die Debatte müsse „differenzierter“ geführt werden. Zum einen seien die Skipisten derzeit geschlossen und – „so leid“ es ihm tue – würden die Sport- und Freizeiteinrichtungen nicht Teil des ersten Öffnungsschrittes ab dem 7. Dezember sein. Dennoch wolle die Regierung in „absehbarer Zeit“ wieder mehr Sport ermöglichen. Insbesondere, wenn dieser unter freiem Himmel und als Einzelsport stattfindet. Zum anderen müsse davon getrennt die Frage des Tourismus gesehen werden, so Kurz: „Was klar ist: Après-Ski wird es frühestens in einem Jahr wieder geben.“

Dessen ungeachtet hat sich Niederösterreichs ÖVP-Tourismuslandesrat Jochen Danninger am Sonntag für einen Start der Wintersaison „noch vor Weihnachten, wenn es die Infektionszahlen zulassen“ ausgesprochen. Die mehr als 30 Liftbetriebe in Niederösterreich würden während der Weihnachtsferien rund 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaften und hätten in den vergangenen Monaten Sicherheits- und Präventionskonzepte erarbeitet. Mit den Bergbahnen im Eigentum oder mit Beteiligung des Landes seien jährlich rund 1500 Arbeitsplätze und 64 Mio. Euro Wertschöpfung verbunden, betonte Danninger.

Überraschender war da schon eine Wortmeldung aus Deutschland – dort spricht sich ja Kanzlerin Angela Merkel dafür aus, dass alle Skigebiete Europas bis zum 10. Jänner schließen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Sonntag, dass man Österreich nicht am Aufsperren hindern könne. Aber Italien und Frankreich handelten vorbildlich, so Laschet. Beide Länder haben angekündigt, die Skipisten zu schließen. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.11.2020)