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Mutter-Kind-Heime

Irland: Empörung über Bericht zum Tod Tausender Kinder in Heimen

Ireland publishes outcome of inquiry into church-run Mother and Baby Homes
Gedenktafeln in Tuam, wo ein Massengrab mit Kinderleichen gefunden wurde. Die Aufschrift lautet: "Die Liebe einer Mutter für ihr Baby. Sie alle sind Engel im Himmel. Irland" (Archivbild)REUTERS
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Der Bericht wurde nach fünfjähriger Recherchearbeit am Dienstag vorgelegt. Ministerpräsident Micheal Martin plant eine Entschuldigung für die Geschehnisse.

Die Inhalte eines Untersuchungsberichts über den Tod Tausender Babys und Kinder in Mutter-Kind-Heimen sorgt in Irland für Aufsehen und Empörung. Ministerpräsident Micheal Martin wollte sich noch am Mittwoch offiziell für die Geschehnisse entschuldigen, berichteten irische Medien. Am Vortag hatte Martin bereits gesagt, der jahrzehntelange Skandal sei eines der schwärzesten Kapitel in der Geschichte des Landes. Die Haltung der Gesellschaft zu Sexualität und Intimität sei in der Vergangenheit "verzerrt" gewesen.

Der am Dienstag veröffentlichte Bericht wirft ein Schlaglicht auf die stark katholisch geprägte Gesellschaft Irlands im 20. Jahrhundert. Demnach starben etwa 9000 Kinder in Heimen, die von der Regierung kontrolliert und von religiösen Organisationen, oft von der katholischen Kirche, geleitet worden waren - das waren rund 15 Prozent aller Kinder in den untersuchten Heimen für unverheiratete Mütter. Als Haupttodesursachen wurden Atemwegserkrankungen und Magen-Darm-Entzündungen festgestellt. In den Heimen lebten unverheiratete Frauen mit ihren Kindern, die von der Gesellschaft in dieser Zeit verachtet worden waren; viele von ihnen gebaren auch dort.

(APA/dpa)