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Pandemie

China führt Corona-Impfpass ein

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Noch ist der digitale Impfpass für Chinesen nicht verpflichtend.APA/AFP/NICOLAS ASFOURI
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Als erstes Land weltweit hat China einen digitalen Corona-Impfausweis eingeführt. Dieser gilt nur für Chinesen und soll grenzüberschreitendes Reisen erleichtern.

China hat einen digitalen Corona-Impfausweis für Reisende eingeführt. Das seit Montag über den chinesischen Onlinedienst WeChat verfügbare Zertifikat zeigt Impfungen und Testergebnisse der Nutzer an. Das Programm solle bei der "weltweiten wirtschaftlichen Erholung" helfen und zudem "grenzüberschreitendes Reisen erleichtern", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. Über einen QR-Code können damit auch andere Staaten die Daten der Nutzer bei deren Einreise auslesen.

Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua weiter berichtete, gilt das Dokument, das auch in Papierform erhältlich ist, aber nur für Chinesen. Zudem ist es noch nicht verpflichtend. Mit dem Zertifikat will die chinesische Regierung als erstes Land der Welt einen Impfausweis für Reisen vorlegen. Auch in der EU wird über die Einführung eines einheitlichen Passes für Geimpfte diskutiert.

In China sind bereits Gesundheitsprogramme auf Handys eingeführt. Damit muss sich jeder bei Reisen und beim Besuch von Einkaufszentren oder Restaurants nicht nur über einen QR-Code registrieren, sondern auch seine Unbedenklichkeit nachweisen. So wird damit auch angezeigt, ob sich eine Person vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat und deswegen eigentlich in Isolation muss.

Peking verfolgt „Null-Covid-Strategie"

Wegen der Pandemie stecken viele Chinesen im Ausland fest. China beschränkt die Einreise. Es gibt nur wenige internationale Flüge. Vor dem Abflug müssen negative Tests vorgelegt werden. Auch müssen Einreisende zwei bis drei Wochen in Quarantäne in einem zugewiesenen Hotel oder einer anderen Einrichtung. Für Ausländer ist es auch nur sehr schwer möglich, nach China einzureisen.

Peking verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Mit Quarantäne und anderen strengen Maßnahmen wie Ausgangssperren und Massentests für Millionen sowie Kontaktverfolgung hat China das Virus weitgehend unter Kontrolle bekommen. Seit dem Sommer hat sich das Leben wieder normalisiert. Es gab nur noch wenige lokal begrenzte Ausbrüche, die sofort mit strikten Kontrollmaßnahmen eingedämmt wurden. Seit Wochen werden auch fast nur noch importierte Infektionen registriert.

(red)