Studie

Ab 2025 essen wir weniger Fleisch

Sieht aus wie ein saftiger Fleischburger, ist er aber nicht.
Sieht aus wie ein saftiger Fleischburger, ist er aber nicht. Getty Images (Steffi Loos)
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Einer Studie zufolge soll der Höchststand beim Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten bald erreicht sein. Ersatzprodukte mit pflanzlichen Alternativen sind dagegen stark im Kommen.

Sie kommen einem schon immer öfter unter: Vermeintliche Fleischprodukte wie Burger oder Würstel in denen gar kein Fleisch steckt. Dem Markt für Ersatzprodukte zu tierischen Lebensmitteln wird nun in einer neuen Studie ein riesiges Wachstumspotenzial bescheinigt. Der Markt beläuft sich derzeit auf rund 40 Milliarden Dollar und soll bis 2035 auf 290 Milliarden Dollar im Jahr anwachsen, geht aus der Untersuchung "Food for Thougth: The Protein Transformation" hervor.

Die Menge soll demnach von derzeit 13 Millionen Tonnen jährlich auf 97 Millionen Tonnen anwachsen. Der Marktanteil von pflanzlichen Fleischalternativen aus Soja und Erbsen, alternativen Proteinen aus Mikroorganismen wie Pilzen, Hefen und einzelligen Algen sowie direkt aus tierischen Zellen gewonnenen Alternativen würde so auf 22 Prozent steigen. Somit könnte 2035 jede zehnte Portion Protein aus tierischen Lebensmitteln aus Alternativen bestehen.

Breite Akzeptanz neuer Alternativprodukte

Die Studienautoren der Boston Consulting Group (BCG) in Zusammenarbeit mit der Pure-Play Beteiligungsgesellschaft Blue Horizon Corporation gehen davon aus, dass alternative Proteinprodukte aller Art bald schon mit echtem Fleisch, echten Milchprodukten und Co mithalten können. Dabei beziehen sie sich auf den Geschmack, die Textur und den Preis. Dies wiederum führe zu einer breiten Akzeptanz neuer Alternativprodukte. Vor allem Milch-, Hendl- und Meeresfrüchtealternativen räumt die Studie ein besonders hohes Marktpotenzial ein.

Zudem könnte der Fleischkonsum in Europa und Nordamerika nach 2025 erstmals sinken. In der Studie wird davon ausgegangen, dass der Höchststand beim Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten 2025 erreicht wird. Anschließend werde der Verzehr von Proteinen tierischer Herkunft sinken. Die Studie sieht auch ein enormes Einsparungspotenzial beim CO2-Ausstoß durch den Ersatz von Fleisch und Eiern. Zusätzlich würden immense Mengen an Wasser eingespart werden können.

(APA)

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