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Interview

Neue Mutante: „In Tirol mehr Fälle entdeckt als im Rest der Welt zusammen“

Andreas Bergthaler in seinem Forschungsinstitut für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.Caio Kauffmann
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Andreas Bergthaler vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) über die Eigenschaften der veränderten britischen Variante, die in Tirol zirkuliert, die derzeit günstige Ausgangslage für Escape-Mutationen und das Comeback des Coronavirus im Herbst.

„In Österreich muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die Ausbreitung des Virus umso schneller unter Kontrolle gebracht werden kann, je früher wir handeln und die Maßnahmen verschärfen. Wir können nicht alles auf eine Karte, nämlich den saisonalen Effekt setzen“, sagt Andreas Bergthaler vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Hier werden rund 95 Prozent aller in Österreich stattfindenden Genom-Sequenzierungen durchgeführt. „Differenziert“ müsse die in Tirol zirkulierende veränderte britische Variante betrachtet werden. Das Virus entziehe sich durch eine Mutation zwar besser der Immunantwort des Körpers. Gleichzeitig hätten Laboruntersuchungen aber einen Fitnessnachteil ergeben – und zwar insofern, als es sich dadurch nicht so schnell vermehren kann. Andreas Bergthaler im Interview.