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Bilanzen

Ein Blick hinter die Rekordgewinne der Wall Street

Apple und dessen Chef Tim Cook haben die Märkte mit ihren Zahlen für das erste Quartal wieder einmal positiv überrascht.
Apple und dessen Chef Tim Cook haben die Märkte mit ihren Zahlen für das erste Quartal wieder einmal positiv überrascht.Reuters
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Die Wall Street feiert eine Berichtssaison für die Geschichtsbücher, Alphabet oder Apple wachsen scheinbar unaufhaltsam. Der Test für euphorische Anleger steht im zweiten Halbjahr an.

New York. Mit enorm hohen Erwartungen gingen Investoren in diese Bilanzsaison, und die Zahlen übertrafen die Prognosen trotzdem. Ein US-Gigant nach dem anderen vermeldete vergangene Woche Rekordgewinne. Insgesamt liegt das Gewinnplus um 22 Prozent über den bereits sensationellen Vorhersagen. Nachdem ein Großteil der Mitglieder des S&P-500-Index seine Zahlen präsentiert hat, lässt sich festhalten, dass das erste Quartal 2021 als eines der beeindruckendsten in die Finanzgeschichte eingehen wird.

Die Euphorie der Aktionäre scheint kaum Grenzen zu kennen. Sowohl der Techindex Nasdaq wie auch der breite S&P-500-Index markierten einmal mehr neue Höchststände, nachdem auch die Zentralbank Fed versprochen hatte, die Geldschleusen weiter geöffnet zu lassen, und US-Präsident Joe Biden dem Kongress sein gigantisches Ausgabenpaket von mehr als 1,8 Billionen Dollar präsentiert hatte. Es bleibt die Frage: Wie nachhaltig ist das alles? Und können die Gewinne im Gleichklang mit den Kursen auch in den kommenden zwölf Monaten steigen und steigen und steigen?

Besonders beeindruckten im abgelaufenen Quartal jene Firmen, deren Geschäft zu einem großen Teil auf den Erwartungen für die nächsten Monate beruht. Die Google-Mutter Alphabet vermeldete einen Rekordgewinn, den sie vor allem den Werbeausgaben jener Unternehmen zu verdanken hat, die noch unter den Einschränkungen der Pandemie leiden. Das Kalkül: Alle erwarten zeitnah eine Öffnung der Wirtschaft, und Betriebe, vom Restaurant über Reiseanbieter bis zum Fitnessstudio, gehen davon aus, dass Konsumenten, die auf viel Bargeld sitzen, dieses euphorisch ausgeben werden. Als Folge investieren diese Firmen jetzt schon in Werbung und positionieren sich.

Am Beispiel von Facebook: Die Werbeeinnahmen, die für den Großteil des Gewinns verantwortlich sind, stiegen im ersten Quartal um die Hälfte auf mehr als 25 Mrd. Dollar. Der Profit verdoppelte sich auf 9,5 Mrd. Dollar. Die Aktie legte einen Kurssprung hin, das Jahresplus liegt mit 20 Prozent deutlich über jenem des S&P-500-Index. Die möglicherweise beeindruckendste Zahl: 2,7 Milliarden Menschen nutzen jeden Tag eine oder mehrere Apps des Konzerns.