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Utopia

Sechs Thesen zur Arbeitswelt nach Corona

"Lagerfeuergespräche", um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu retten
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Auch wenn noch Ausnahmezustand herrscht: Bilanz ziehen und grundsätzliche Fragen stellen darf man wohl.

Welche Veränderungen des letzten Jahres sind nachhaltig und sinnvoll? Ist New Work das New Normal? Welche neuen Arbeits- und Führungsmodelle braucht es?

Mit Fragen wie diesen beschäftigten sich die Vordenker von New Work SE, Betreiber von Xing und Veranstalter der New Work Experience (NWX21). Herausgekommen sind sechs idealisierte Erkenntnisse – Wunschthesen für eine bessere (Arbeits-)Welt.

1. Kein Platz für toxische Unternehmenskulturen
Trotz des von der Corona-Pandemie ausgelösten kollektiven Kulturschocks bleibt die Unternehmenskultur der zentrale Differenzierungsfaktor. Unternehmen müssen ihre Versprechen beweisen und ihre Mission überdenken. Daraus werden Kulturen entstehen, die von Vertrauen, Partizipation und Menschlichkeit geprägt sind. Allerdings erst nach Phasen mit viel Chaos und – positiv formuliert – Kreativität.   

2. Magic Leadership
Die Zukunft verlangt nach Führungskräften, die echte Beziehungen aufbauen, den Zusammenhalt fördern, Vertrauen schaffen und Interaktion fördern. Es reicht nicht mehr, durch das Tagesgeschäft zu navigieren. Die Zukunft der Arbeit braucht Magier, die Geschichten schreiben, Brücken bauen und Sinn vermitteln. Solche „Lagerfeuergespräche“ werden Organisationen umgestalten.

3. Bildet Banden!
Die Idee von Arbeit als Selbstverwirklichung hat sich in der Pandemie weiterentwickelt. Kaum etwas stärkt Menschen mehr als das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das größer ist als man selbst. Selbstverwirklichung als Individuum innerhalb einer größeren Gemeinschaft hat Auswirkungen auf das Unternehmen: Von ihm wird erwartet, Position zu beziehen – sowohl dazu, was es für gesellschaftlich bedeutsam hält, als auch zum gesellschaftlichen Wandel per se.

4. Diversität bleibt nicht die Ausnahme
Diversität wirkt sich positiv auf den Unternehmenserfolg aus, das ist nicht neu. Unterschiedliche Blickwinkel helfen, unterschiedliche Kunden zu verstehen und unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Diversität wird die Regel.

5. Flexibilität
Schon vor der Pandemie wurde Arbeit unabhängig von Ort und Zeit. Die Entscheidung, wo und mit welchen Menschen man arbeiten will, treffen zunehmend die Mitarbeiter. Flexibilität heißt damit mehr als nur Home Office. Am Unternehmen liegt es, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu retten, indem es für gemeinsame Erlebnisse mit Erinnerungswert sorgt. Die Arbeitswelt werde menschlicher, hofften die Vordenker von New Work. Sie weisen aber auch darauf hin, dass nicht mehr Zeit, sondern Leistung honoriert wird.

6. Es lebe das Büro!
Das Büro bekommt eine neue Bedeutung: es wird zur Begegnungsstätte und zum Kultur- und Identitätsstifter. Das brauche laute und leise Zonen, Räume für Interaktion in der Gruppe, Räume für Vier-Augen-Gespräche. Eigentlich nichts Neues – das hatten viele schon vor der Krise.