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Italien

Giorgia Meloni, die neue Königin der italienischen Rechten

Die rechtsnationale Giorgia Meloni nimmt Lega-Chef Matteo Salvini immer mehr Wähler weg: Ihr Ziel ist, erste Premierministerin Italiens zu werden. Das könnte ihr gelingen.

Eine Römerin macht dem Mailänder Matteo Salvini das Leben zunehmend schwer. Denn während der Lega-Chef seit Ende seiner Regierungsbeteiligung 2019 im freien Umfragefall ist, steigt die rechtsnationale Giorgia Meloni zum neuen Star der italienischen Rechten auf – und sägt an Salvinis Podest. Die scharfzüngige Gründerin der Partei Fratelli d'Italia (FdI) macht kein Geheimnis daraus, was ihr Ziel ist: „Ich will in die Regierung“, sagte sie unlängst dem „Corriere della Sera“. Die 44-Jährige will also Italiens allererste Premierministerin werden und Salvini von der Spitze der Mitte-Rechts-Allianz verdrängen. Inzwischen nimmt man ihr das sogar ab.


Denn für Meloni sprechen nicht nur sämtliche Erfolge bei den letzten Regionalwahlen. Auch die jüngsten Umfragen zeigen einen deutlichen Trend: Noch ist die Lega mit 21,8 Prozent beliebteste Partei des Landes – fiel aber erstmals seit zwei Jahren unter 22 Prozent. Von den 34 Prozent, die sie bei der EU-Wahl 2019 erreicht hat, ist sie ohnehin weit entfernt. Dicht an ihren Fersen sind wieder die Linksdemokraten (19 Prozent), beflügelt vom neuen Chef, Enrico Letta. Vor allem aber wird die Lega von Melonis FdI bedrängt: Die kleine Partei, vor Kurzem nur eine schillernde Außenseiterin am neofaschistischen Rand, kommt jetzt auf 18,4 Prozent.