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Quergeschrieben

Männer sind mächtig, wir Frauen aber auch

Der Vorwurf sexueller Belästigung einer ehemaligen Mitarbeiterin gegen Wolfgang Fellner beschäftigt derzeit nicht nur die Gerichte, sondern auch die Medien.APA/HANS PUNZ
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Sollen Medien als Schmutzwäschekanäle fungieren und über Schuld und Sünde befinden oder Gerichte über Recht, Unrecht und sexuelle Übergriffe entscheiden?

Ich habe Wolfgang Fellner Anfang der 1980er-Jahre beruflich kennengelernt. Damals wurde unter seiner Federführung in einer kleinen Redaktion im fünften Bezirk das Boulevard-Magazin „Basta“ als eine Art Austro-„Stern“ erfunden. Viele, die dabei waren (und blieben), zählen längst zur Creme der hiesigen Journalistenzunft, wurden TV-Moderatoren, Chefredakteure, Kolumnisten, Chefreporter, Feuilletonchefs (m/w/*), wurden zu Stars späterer Fellnereien wie „News“, „Woman“ oder „Österreich“. Ich tat mir schwer mit seiner – nennen wir es euphemistisch – jovialen Art, weshalb ich lang vor Erscheinen der ersten „Basta“-Ausgabe lieber Job und Geld als meine journalistischen und zwischenmenschlichen Grundsätze sausen ließ.