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Feministische Botschaft am Klagenfurter Stadtpfarrturm

Katharina Cibulka hat am Turm eine neues „Solange“-Projekt angebracht.
Katharina Cibulka hat am Turm eine neues „Solange“-Projekt angebracht.(c) www.christianbrandstaetter.com
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Künstlerin Katharina Cibulka hat eine Installation am Stadtpfarrturm in Klagenfurt angebracht: „Solange manche Herren glauben Gott zu sein, bin ich Feminist:in“.

„Solange manche Herren glauben Gott zu sein, bin ich Feminist:in“, ist seit Mittwoch am Stadtpfarrturm in Klagenfurt, der gerade saniert wird, zu lesen. Die Installation ist eine weitere Ausgabe des feministischen „Solange“-Projekts von Katharina Cibulka. Dafür montiert die Künstlerin mit Kabelbindern und Tüll bestickte Staubschutznetze auf Baustellen. Um die Zweisprachigkeit sichtbar zu machen wurde der Satz in pink gestickten Versalien nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Slowenisch angebracht.

Noch bis Ende Oktober bleibt die Installation am Pfarrturm bestehen. Das Kunstprojekt findet im Rahmen der jährlich stattfindenden und zweisprachigen Kulturinterventionen „Ins Freie/Na Prosto“ statt. „Zur Gleichberechtigung aller Geschlechter ist der Weg noch ein weiter. Dies trifft auch auf die Kirche zu. Dass die Bereitschaft der einheimischen Diözese groß war, selbst an der Formulierung eines zum Stadtpfarrturm passenden Satzes mitzuwirken bzw. diesen sogar zu entwickeln, entspricht dem Grundgedanken von Solange“, heißt es ein einer Aussendung. „Es ist unser wichtigstes Anliegen, das Einende vor das Trennende zu stellen und möglichst Alle in einen Dialog zu holen“, so die Künstlerin.

Stadtpfarrprovisor Gerhard Simonitti zeigte sich erfreut darüber, dass der Pfarrturm in der Bauphase nun einen Denkanstoß liefert: „Ich hoffe, dass diese kurze Kunstintervention den notwendigen Impuls bringt, sich mit den eigenen Wertvorstellungen auseinanderzusetzen.“

 

 

 

(Red.)