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Lisa Totzauer bewirbt sich als ORF-Direktorin – beim Publikum

++ ARCHIVBILD ++ ORF 1-CHANNELMANAGERIN LISA TOTZAUER BEWIRBT SICH ALS ORF-CHEFIN
„Ich bin quasi ein Produkt des ORF“, sagt Lisa Totzauer.WWW.LISATOTZAUER.AT/SCREENSHOT
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In einem Video gibt die ORF1-Chefin ihre Bewerbung als ORF-Generaldirektorin bekannt und schafft Fakten im ÖVP-Kandidaten-Rennen.

Also doch! ORF1-Chefin Lisa Totzauer will es wissen – und hat am Dienstag via Twitter und ein verlinktes Video ihre Bewerbung als ORF-Generaldirektorin angekündigt. In hellblauer Bluse, die Haare akkurat nach hinten frisiert, stellt sich Totzauer den Zuschauern in einem Video vor, das auf www.lisatotzauer.at abrufbar ist. „Mein Name ist Lisa Totzauer. Ich bin 50 Jahre, verheiratet, habe zwei Kinder im Alter von 14 und 17 und bin seit fast 25 Jahren im ORF tätig“ – mit diesen Worten leitet sie ihre Ansprache ein, in der sie auch ihre Grundhaltung erklärt: Der ORF sei eine Stiftung öffentlichen Rechts, „und quasi im Eigentum aller Österreicherinnen und Österreicher – und daher wende ich mich heute direkt an Sie, an meine Auftraggeber“, sagt sie, bevor sie ihre Pläne in groben Zügen darlegt. Später betont sie, sie fühle sich „ausschließlich“ dem Publikum sowie dem ORF verbunden und der Unabhängigkeit verpflichtet.

Schon länger war spekuliert worden, die als bürgerlich geltende ORF-Managerin könnte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, der sich ebenfalls bewerben will, die nächste Amtsperiode streitig machen. Allerdings ist fraglich, ob Totzauer die nötige Unterstützung der ÖVP-Männer hat, die in Sachen ORF und Medien an den Schalthebeln sitzen: Sie kennt zwar den ÖVP-Medienbeauftragten Gerald Fleischmann seit vielen Jahren, hat aber keine Hausmacht in der ÖVP-Zentrale und gilt als schwer steuerbar – was im ORF seit jeher ein Hemmschuh ist auf dem Weg nach oben. Im Video versucht Totzauer, aus der Not eine Tugend zu machen, indem sie die Zuschauer als ihre Auftraggeber anspricht.