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selbst-bewusst führen

Wußten Sie, dass es zwei Typen von Angst gibt?

Rastlos oder lähmend
Rastlos oder lähmendPixabay
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selbst-bewusst führen #80. Mit Executive Coach Claudia Nuss Führung neu denken. Diesmal: rastlos oder lähmend.

Martin H. fühlt sich gerade wie gelähmt, die Angst vor einem weiteren Lockdown im Herbst lässt ihn kaum atmen. Magenschmerzen nehmen zu und er fühlt sich zu schwach bzw. unwissend, wo er sich jetzt Hilfe suchen soll, was am besten seine nächsten Schritte sind, um aus dem Krisenmodus herauszukommen. Seine Hoffnung: irgendwer übernimmt das Steuer für ihn und setzt wieder den Kurs wieder Richtung Wachstum!

Mia F. weiß gerade nicht, wie Sie ihr Unternehmen erfolgreich weiterführen soll, doch um Hilfe bitten ist nicht ihr Ding. Im Gegenteil, jeder der gerade nur irgendwie so aussehen könnte, als bräuchte er gerade Rat, dem bietet sie – meist ungefragt – Ihre Hilfe an. Sie versucht geschäftig zu bleiben, tut gewissermaßen alles, was nur irgendwie möglich ist, bis sie zusammenbricht.

Wie sehen die Anzeichen für diese beiden Arten von Angst aus?

Bei einem Überfunktionstyp:

  • Sie tun alles, für alle!
  • Sie sind der Helfer.
  • Sie bitten nicht um Hilfe.
  • Sie übernehmen Verantwortung für alle.
  • Sie tun Sie alles, was Sie können.
  • Es fällt schwer, einfach mal nur ruhig zu sitzen.

Bei einem Unterfunktionstyp:

  • Sie ziehen sich zurück,
  • Sie fühlen sich wie gelähmt,
  • Sie glauben, dass Sie mit der Situation nicht umgehen können und hoffen, dass jemand anderer für Sie üübernimmt.S
  • Sie vermeiden es Entscheidungen zu treffen, gar Verantwortung zu übernehmen.
  • Sie bitten um Hilfe, obwohl Sie wissen, was der nächste Schritt isistE
  • Es ist schwer, irgendetwas auf die Reihe zu kriegen.

Mitunter leben Sie beide Typen, einmal in diesem Typ, dann wieder im anderen, je nach Situation

 

Mein Tipp, wie Sie damit besser umgehen:

  1. Erkennen Sie im ersten Schritt, dass es ein Verhaltensmuster ist.
  2. Jedes Muster lässt sich auch ändern.
  3. Nehmen Sie einfach wahr, wenn Sie in einem der beiden Zustände kommen: Lähmung oder hyper-intensives Tun.
  4. Erste Schritte bei Unterfunktion:
    • Bewegen Sie sich, gehen Sie spazieren, schütteln Sie sich, dass hilft den Angstpegel zu senken, den Cortisolspiegel zu senken, klärt damit wieder Ihren Kopf, der auf Grund des hohen Cortisols und Adrenalins wie vernebelt ist.
    • Schreiben Sie eine Liste mit den drei wichtigsten Schritten, die Ihnen aus der Situation, die Ihnen gerade so große Angst macht, heraushelfen. Probieren Sie einen ersten Mini-Schritt aus und feiern Sie den kleinsten Erfolg.
  5. Erste Schritte bei Überfunktion:
    • Setzen Sie sich für 5-10 Minuten hin, lassen Sie Ihren Geist zur Ruhe kommen, überlegen Sie, wann und in welchem Ausmaß Sie für mehr Entspannung und Erholung sorgen können.
    • Ihre Gehirnwellen sind höchstwahrscheinlich im Zustand von hohem Beta, da erscheint der Körper nahezu abgetrennt vom Kopf und es könnte sein, dass Sie Ihre körperlichen Bedürfnisse z.B. nach einer Pause kaum mehr spüren.
    • Gönnen Sie sich zumindest eine längere Dusche bzw. 5-10 Minuten Pause einmal am Tag. Erinnern Sie sich an das Motto: „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!“ Damit schaffen Sie mehr als, als wenn Sie sich überlasten und einen Zusammenbruch erleiden.

Teilen Sie diese Kolumne mit Jemanden, der gerade in einem dieser beiden Zustände ist ❤

Mehr zum Thema „Es liegt nicht an Dir, sondern an mir“ nächsten Montag!

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(c) Guenther Peroutka

Claudia Nuss ist Buchautorin, Executive Coach und Keynote Speaker. Als Strategin und Mentaltrainerin verhilft Nuss Führungskräften zu persönlicher Bestleistung, was zu ausgezeichneten Ergebnissen bis auf Unternehmensebene führt.

Nach über 15 Jahren in Managementpositionen im Bereich der Strategischen Unternehmensführung, gründete sie 2011 ihr eigenes Unternehmen.

Sie studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, absolvierte ein Auslandssemester an der University of California in Berkeley.

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