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Salzburger Festspiele

Weihrauch und Musik vom Schlachtfeld

Mit Kerzen und Weihrauch: Lux aeterna mit Teodor Currentzis.
Mit Kerzen und Weihrauch: Lux aeterna mit Teodor Currentzis.(c) ©MarcoBorrelli
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Griechisch-orthodoxe Gesänge mit Teodor Currentzis, Gregorianik bis Arvo Pärt mit Jordi Savall, Dallapiccola mit dem Klangforum Wien: Frieden finden bei der Ouverture spirituelle der Festspiele.

Schwere, süßliche Schwaden waberten durch die nächtlich finstere Kollegienkirche. Auf Weihrauch in luxuriösen Mengen konnten sich möglicherweise sowohl die Verehrer als auch die Kritiker von Teodor Currentzis einigen: Geräuchert wird ja als Huldigung ebenso wie zur Abwehr – und bei wem sollte sich das besser zusammenfügen als bei jenem Dirigenten, der einmal als Messias der Klassik gefeiert wird, ein anderes Mal als deren Gottseibeiuns verdammt? Aber nein, alles zur höheren Ehre Gottes, selbstverständlich. Currentzis stand zudem an diesem späten Abend gar nicht so sehr im Zentrum und dirigierte auch nur einen Teil des Programms, das tatsächlich nicht als bloße Musikdarbietung daherkam, sondern gottesdienstliche Obertöne hervorkehrte. Immer wieder hat ja die Ouverture spirituelle dem Publikum bewusst auch Konzerterlebnisse geboten, die sich dem Liturgischen annäherten, zumal an sakralem Ort.