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„Teatro Barocco“: So geht der Originalklang in Szene

Zehnminuten-Arien im Dämmerlicht: Glucks „La Corona“ im Perchtoldsdorf.(c) Barbara Pálffy
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Bernd Roger Bienerts ambitioniertes Projekt einer nicht nur akustisch, sondern auch optisch adäquaten Realisierung von Werken der Mozart-Zeit geht ins 10. Jahr.

Mit einem Melodram hat alles begonnen: Im Stift Altenburg präsentierte der ideenreiche Impresario Bernd Roger Bienert „Ariadne auf Naxos“ von Georg Anton Benda. Das war 2012. Bienert bat also schon zum zehnten Mal zur Premiere seines „Teatro Barocco“, diesmal in Perchtoldsdorf. Benda ist Bienert treu geblieben. Mit dem Melodram „Philon und Theone“ konnte er sogar eine Uraufführung anbieten: Das Werk war 1778 für Wien entstanden, dann aber nicht aufgeführt worden. Ähnlich war es 1765 einer Oper Christoph Willibald Glucks ergangen, deren Premiere wegen des Todes von Kaiser Franz Stephan nicht stattfinden durfte.

Das Stück, das wegen dieses barocken „Lockdowns“ nicht uraufgeführt werden konnte, hieß ausgerechnet „La Corona“. Aber dieser Treppenwitz war es nicht, der Bienert aufmerksam werden ließ. Die Partitur dieses Werks steckt voller effektsicher gesetzter Arien. Sie der Vergessenheit zu entreißen, passt perfekt in Bienerts Dramaturgie. Die Kombination mit Bendas Melodram garantiert Musikfreunden gleich zwei aufschlussreiche Erstbegegnungen.

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