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C-17

"Wie ein Geisterfahrer": Nato-Flugzeug verletzte österreichischen Luftraum

Eurofighter griffen nach einer "massiven" Luftraumverletzung ein.
Eurofighter griffen nach einer "massiven" Luftraumverletzung ein.(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Eine ungarische C-17 sank über dem Attersee bis auf 1000 Meter hinab und wurde von zwei Eurofightern aus dem Flugraum eskortiert.

Eine ungarische C-17 der Nato mit einer gültigen Überfluggenehmigung hat am Freitagvormittag den österreichischen Luftraum "massiv" verletzt. Wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, sagte, sank das Flugzeug über dem Attersee im Salzkammergut von der vorgeschriebenen Flughöhe von 10.000 bis 11.000 Metern auf 1000 Meter hinab. Die Maschine wurde daraufhin von zwei Eurofightern aus dem Flugraum eskortiert.

Der österreichische Luftraum werde Bauer zufolge zwar 30 bis 50 Mal im Jahr verletzt, eine derartige Abweichung von der vorgeschriebenen Flughöhe habe es zumindest "in den vergangenen 20 Jahren" nicht gegeben. Bauer sprach von einer "massiven Gefährdung" für die Luftfahrt. Das Flugzeug habe sich "wie ein Geisterfahrer auf einer Autobahn" verhalten.

Diplomatisches Nachspiel erwartet

Wieso der Pilot so tief über den Attersee flog, ist noch unbekannt. "Er dürfte noch nicht einmal gelandet sein", sagte Bauer. Der Sprecher ging aber davon aus, dass der Vorfall ein diplomatisches Nachspiel haben werde.

(APA)