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Quergeschrieben

Angela Merkel als Geburtshelferin eines neuen Deutschland

In Deutschland gibt es seit Langem eine linke Mehrheit, aber bisher wollte keine Partei mit der umgetauften SED koalieren. Das hat sich geändert.

Volatilität ist ein Euphemismus, wenn man sich die Verlaufskurve der Wählerpräferenzen der Deutschen in diesem Jahr anschaut. Im Jänner und im Februar sprachen sich mehr als 35 Prozent für die CDU/CSU aus. Im April waren es 25 Prozent, und die Grünen lagen mit 26 Prozent zwei Wochen an der Spitze. Mitte Juli waren die Unionsparteien bei 30 Prozent angekommen, und die Grünen auf unter 20 abgestürzt. Seit dem 17. Juli, Armin Laschets Lachnummer in einer Hochwassergemeinde, ging es mit der CDU bergab. Die Grünen verloren weiter, und die fast schon abgeschriebene SPD rangiert seit sechs Wochen an erster Stelle.

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Die letzte Sonntagsfrage der großen Meinungsforschungsinstitute vor der Bundestagswahl ergab das folgende gemittelte Umfrage-Ergebnis: CDU/CSU 21,6 Prozent; SPD 25,6; Grüne 15,8; FDP und AfD je 11,1 Prozent; Linke 6,3. SPD, Grüne und Linke würden gemeinsam auf 47,7 Prozent kommen, CDU/CSU, FDP und AfD auf 43,8 Prozent. Da alle anderen Parteien die AfD in die Quarantäne verbannt haben, reduziert sich der politisch verwertbare Anteil auf magere 32,1 Prozent. Im Unterschied zu Österreich haben die Linksparteien in Deutschland seit Langem die Mehrheit hinter sich.