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Analyse

Das Evergrande-Desaster beginnt auf Europa überzugreifen

APA/AFP/NOEL CELIS
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Ein großer Teil von Chinas Wohlstand ist mit dem Anstieg des Immobilienvermögens verbunden. Nun ist manches davon gefährdet. Eine Reihe von europäischen Konzernen bekommt das bereits zu spüren.

Die Schockwellen der Evergrande-Krise sind weit über den chinesischen Immobilienmarkt hinaus zu spüren. Das Stottern eines globalen Wachstumsmotors bekommen in Europa vornehmlich Sektoren wie Baustoffe, Bergbau und Luxusgüter zu spüren.

Der Stoxx 600 Basic Resources Index ist seit dem Hoch vom August um 18 Prozent gefallen – etwa doppelt so stark wie der nächstschlechtere Sektorindex, was die Bedeutung Chinas für Schwergewichte wie BHP und Rio Tinto widerspiegelt. Für den Gucci-Eigentümer Kering, dessen Wachstum eng mit dem Wohlstand des asiatischen Landes verbunden ist, ging es im gleichen Zeitraum an der Börse 20 Prozent abwärts. Die Titel des Aufzugherstellers Kone sind seit Ende August um 14 Prozent gefallen.

All das ist kein Wunder, denn „ein Großteil des Wohlstands und der Wirtschaftstätigkeit ist seit drei Jahrzehnten mit dem massiven Anstieg der Immobilienpreise und des Immobilienvermögens in China verknüpft“, sagt Peter Garnry, Leiter der Aktienstrategie bei der Saxo Bank. Die Folgen eines möglichen Zusammenbruchs von Evergrande könnten „eine geringere Wachstumsdynamik in China in den nächsten zehn Jahren sein, da die Ressourcen in andere Bereiche umgeleitet werden“.

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