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Klima

Warum wir uns hohe CO2-Steuern leisten sollten

Derzeit sind Autos auch dann teuer, wenn sie stehen und gar kein CO2 emittieren.
Derzeit sind Autos auch dann teuer, wenn sie stehen und gar kein CO2 emittieren.Stringer / AP / picturedesk.com
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Die CO2-Preise, die derzeit in Österreich und Europa diskutiert werden, genügen nicht, um die EU-Klimaziele zu erfüllen. Auch deshalb liebäugeln manche Politiker mit Verboten. Aber es geht auch anders. Mit dem richtigen CO2-Preis.

Wien. Vor wenigen Tagen ließ VW-Chef Herbert Diess aufhorchen: Die neue deutsche Regierung solle den Preis für eine Tonne CO2 viel höher ansetzen als bisher geplant. Schon in zwei Jahren müsse jede emittierte Tonne 65 statt 45 Euro kosten, sagte der Chef von Europas größtem Autohersteller.

Meinungen wie diese werden auch in Österreich derzeit besonders aufmerksam verfolgt. Die türkis–grüne Koalition will die geplante ökologische Steuerreform in den kommenden Wochen finalisieren. Gut möglich, dass sich Wien dabei (wieder einmal) am großen deutschen Nachbarn orientiert. Doch selbst wenn die Regierung Berlin übertrumpft und einen CO2-Preis einführt, wie ihn Diess fordert, wäre das deutlich zu wenig, warnt der renommierte Energieökonom Kurt Kratena.

Mit einem CO2-Preis um die 60 Euro je Tonne würde Österreich bis 2030 lediglich zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich einsparen. Das reicht bei Weitem nicht, um die nachgeschärften Vorgaben der EU-Kommission zu erfüllen. Das wissen auch die grünen Parteien Europas, weshalb sie in ihrem Kampf gegen den Klimawandel auch auf Verbote setzen. Aber das muss nicht sein.