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Pandemie

„Alles gurgelt“-Erfinder: Testpflicht für Geimpfte „falscher Fokus“

In Wien wurden die Testkapazitäten aufgestockt. Im Zuge der Initiative "Alles gurgelt!" können künftig täglich 750.000 Tests ausgewertet werden (Archivbild).
In Wien wurden die Testkapazitäten aufgestockt. Im Zuge der Initiative "Alles gurgelt!" können künftig täglich 750.000 Tests ausgewertet werden (Archivbild).(c) APA/HERBERT NEUBAUER
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Virologe Christoph Steininger von der Medizinischen Universität Wien sieht das für die Zeit nach dem Lockdown geplante 2-G-plus-Konzept durchaus kritisch – der Fokus der Bemühungen müsse in erster Linie auf die Steigerung der Impfquote gerichtet werden.

Dass Geimpfte und Genesene nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen nur mit negativem PCR-Test am öffentlichen sozialen Leben teilnehmen dürfen, hält Virologe Christoph Steininger von der Med-Uni Wien „zwar grundsätzlich für eine sinnvolle Maßnahme, aber insgesamt wird der Fokus falsch gewählt“, sagt der Mitbegründer des Unternehmens Lead Horizon, das im Zuge der Initiative „Alles gurgelt!“ Gurgeltests für zu Hause anbietet.

Er fordert die Intensivierung der Bemühungen, mit zusätzlichen Anreizen mehr Menschen zur Impfung zu bewegen. Denn die große Herausforderung liege nun darin, „die große Gruppe der Impf- und Testverweigerer zum Impfen zu motivieren“.

Wie „Die Presse“ berichtete, plant Wien, nach dem Lockdown die 2-G-Regel durch die 2-G-plus-Regel zu ersetzen, dafür wurden die Kapazitäten soeben aufgestockt, künftig können täglich 750.000 Gurgeltests ausgewertet werden. Auch andere Bundesländer wollen nachziehen und bereiten die dafür notwendige Testinfrastruktur vor. Dann müssten Geimpfte und Genesene – alle anderen bleiben ohnehin im Lockdown – etwa für Besuche von Restaurants, Friseursalons, Sport- und Kulturevents negative PCR-Tests vorweisen.