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Michelle Yeoh, Angela Bassett und Carla Gugino in "Gunpowder Milkshake".
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Film und Feminismus

Frauen im Film: Wer ist die Stärkste im ganzen Land?

Die Filmwelt feiert "starke Frauen". Doch was genau bedeutet der Begriff - und wen schließt er aus?

Starke Frauen sind gefragt wie nie zuvor. Korrektur: Starke Frauen waren schon immer gefragt. Doch selten wurde ihre Präsenz so vehement eingefordert wie in den vergangenen Jahren. Die Konjunktur verschiedenster Feminismusformen seit den Skandalen um #MeToo hat im Begriff der "starken Frau" ihren vielleicht flexibelsten Ausdruck gefunden. Flugs wurde er von Kultur, Wirtschaft und Politik aufgegriffen: Allenthalben sucht man starke Frauen, um sie stolz ins Rampenlicht zu stellen.

Auch im Film. Stoffe mit resoluten Protagonistinnen, lang ein Nachtschattengewächs der Laufbildindustrie, werden verstärkt forciert und abgefeiert. Selbstbewusste Heldinnen treten zusehends in den Vordergrund mittel und groß budgetierter Produktionen, vor allem in Europa und den USA. Anleitungen zur Ausgestaltung von "strong female characters" häufen sich im Netz - und zu den Filmprojekten, die unlängst im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF gefördert wurden, zählt auch ein Dokudrama namens "Im Land der starken Frauen".