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Corona

WHO: Bisher überstandene Infektion schützt nicht vor Omikron

Omikron wurde mittlerweile in mehr als 20 Ländern nachgewiesen.APA/AFP/ALAIN JOCARD
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Schon einmal an Covid Infizierte können durch die neue Corona-Variante erneut erkranken, sagt die Weltgesundheitsorganisation. Der Verlauf dürfte allerdings milder sein.

Eine überstandene Corona-Infektion schützt nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht vor einer Infektion mit der neuen Omikron-Variante. "Wir denken, dass eine vorherige Infektion nicht gegen Omikron schützt", sagte die Infektiologin Anne von Gottberg von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des WHO-Regionalbüros Afrika.

Die Frage werde weiter erforscht, sagte die Wissenschafterin. Erste Beobachtungen sprächen aber dafür, dass schon einmal Infizierte durch Omikron erneut an Covid-19 erkranken könnten. Dann fielen die Symptome aber offenbar oft weniger schwer aus. Die vorhandenen Corona-Impfstoffe dürften laut von Gottberg weiter gegen schwere Erkrankungen schützen.

Die Variante war vor einer Woche erstmals in Südafrika nachgewiesen worden. Sie weist im Vergleich zum bisher gängigen Coronavirus 32 Mutationen auf. Mittlerweile wurde die Omikron-Variante nach WHO-Angaben bereits in mehr als 20 Ländern nachgewiesen, darunter auch Österreich. Erstmals meldeten am Donnerstag Frankreich, Indien und die Ferieninsel Mallorca erste Fälle. Und auch in den USA wächst nach dem ersten bestätigten Omikron-Fall die Sorge.

Sieben Prozent der Bevölkerung in Afrika geimpft

Das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten der Afrikanischen Union (Africa CDC) warnte vor Panik wegen der neuen Omikron-Variante. "Es gibt keinen Grund zur Panik", sagte Africa-CDC-Chef John Nkengasong bei einer Pressekonferenz. "Wir stehen nicht ohne Schutz da." Zwar sei auch die AU beunruhigt, sie glaube aber "nicht, dass die Lage nicht beherrscht werden kann". Seine Behörde bereite sich schon "seit langem" auf das Auftreten einer neuen Corona-Variante vor, hob Nkengasong hervor.

Die Impfquote in Afrika ist allerdings sehr niedrig, nur sieben Prozent der 1,2 Milliarden Einwohner sind vollständig gegen Corona geimpft. Dies ist insbesondere auf die unzureichende Versorgung des Kontinents mit Impfstoffen sowie auf eine vielerorts ausgeprägte Impfskepsis zurückzuführen.

Immer mehr Länder melden die ersten Fälle

Indes erwartet sich die Omikron-Variante in immer mehreren Ländern aus. Zwei Tage nach einem ersten Fall im französischen Überseegebiet La Réunion hat am Donnerstag auch Frankreich selbst seinen ersten Fall gemeldet. Auch auf der spanischen Ferieninsel Mallorca wurde erstmals eine Omikron-Infektion nachgewiesen. Indien meldete am Donnerstag die ersten zwei Omikron-Fälle. Und auch in den USA wächst nach dem ersten bestätigten Omikron-Fall die Sorge.

(APA/AFP)