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Der neunarmige Leuchter wird Channukia genannt.
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Jüdisches Lichterfest

Wie wird Channuka verbracht?

Im deutschsprachigen Raum ist man vielmals nicht über außerchristliche Feiertage im Bilde. Jüdinnen und Juden über die Bedeutung des Fests Channukah und wie sie es heuer verbracht haben.

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten feiern Jüdinnen und Juden Chanukka. Heuer fällt der letzte Tag des achttätigen Lichterfests auf einen Montag, den 6. Dezember. Der pandemiebedingte Lockdown macht auch hier vielen einen Strich durch die Rechnung. Wo man sonst in großer Runde zusammenkommt, feierte man die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem die letzten zwei Jahre im engsten Kreis, um des Sieges der Jüdinnen und Juden über jene zu gedenken, die das Judentum als Kultur und Religion auslöschen wollten.

Dass das Bewusstsein im deutschsprachigen Raum für außerchristliche Feiertage ein geringes ist, kann man unter anderem politischen Maßnahmen entnehmen. Während in Deutschland etwa notwendige Maßnahmen zu Weihnachten teils gelockert wurden, stand dies rund um Chanukka nicht zu Debatte. Und das, obwohl das jüdische Lichterfest nicht selten - zum Missfallen von Jüdinnen und Juden - als „jüdisches Weihnachten“ verkauft wird.

Das Abnehmen der christlichen Brille

Channuka ist ein im Judentum eher kleines, stilles Fest. Kommerz und Konsum spielen hierbei kaum eine Rolle - anders als an Weihnachten. Trotz all der Unaufdringlichkeit: Mit dem Aufschwung des Weihnachtsfests im 19. Jahrhundert, erfreute sich auch Chanukka an wachsender Beliebtheit. Als Folge der Assimilation wurden damals Weihnachtsbaum und Chanukkia nebeneinander gestellt. Die Übernahme weihnachtlicher Bräuche, vielerorts zynisch als „Weihnukka“ bezeichnet, sollte dem Weihnachtsfest etwas Gleichwertiges gegenüberstellen. Dabei hat Chanukka rein gar nichts mit Weihnachten zu tun.