Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Deutschland

Der nächste Machtkampf in der CDU

Friedrich Merz wird neue CDU-Chef - und muss nun um den nächsten Posten kämpfen.(c) APA/AFP/POOL/HANNIBAL HANSCHKE (HANNIBAL HANSCHKE)
  • Drucken

Friedrich Merz soll die Konservativen in der Opposition führen. Ein wichtiger Baustein fehlt ihm. Angela Merkel will mit ihrer Partei wenig zu tun haben.

Berlin. Seinen Tag des Triumphes hatte er anders geplant: Nachdem ihn die Delegierten am Samstag beim digitalen Parteitag der CDU zu ihrem Vorsitzenden wählen würden, wollte der 66-jährige Friedrich Merz mit allen lebenden Ehemaligen in Berlin zu Abend essen. Wolfgang Schäuble und Armin Laschet haben zugesagt.

Doch zwei andere wollen nicht: Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel, die mit ihrem Rücktritt von der Parteispitze im Jahr 2018 die Führungskrise der Konservativen erst ausgelöst hatte. So will es zumindest der „Spiegel“ aus dem Inneren der Partei erfahren haben. In einem Fernsehinterview plauderte der gescheiterte Kanzlerkandidat Laschet am Freitag auch noch aus, dass Merkel den Ehrenvorsitz ihrer Partei abgelehnt habe.

Merz gewählt

Bei dem digitalen Bundesparteitag stimmten am Samstag 915 von 983 Delegierten für den 66-Jährigen. Es gab 52 Nein-Stimmen, 16 Delegierte enthielten sich. Die CDU, die Enthaltungen als ungültige Stimmen wertet, errechnete daraus eine Zustimmung von 94,62 Prozent. Die Entscheidung muss noch per Briefwahl bestätigt werden. Das Ergebnis soll am 31. Jänner verkündet werden.

Anschließend wählten die Delegierten den von Merz vorgeschlagenen Bundestagsabgeordneten Mario Czaja aus Berlin mit 92,89 Prozent zum neuen Generalsekretär.