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Über Geld spricht man

Wirtschaftsphilosoph Marco Meyer: "Ich wollte Armutsrisken ausschließen"

Dr. Dr. Marco Meyer
Dr. Dr. Marco MeyerMarcus Wend
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Der Wirtschaftsphilosoph Marco Meyer hat sein Leben finanziell durchgeplant, und zwar bis über die Pension hinaus. Wichtig sei, dass man sich mit seinen finanziellen Entscheidungen wohlfühlt. Dafür brauche es Finanzbildung.

Die Presse: Ausschluss vom Zahlungssystem Swift, eingefrorene Zentralbankreserven: Kann man die Sanktionen gegen Russland ohne Finanzwissen verstehen?

Marco Meyer:Finanzbildung ist die Fähigkeit, eigenständige Entscheidungen über Geld treffen zu können. Es geht um Fragen wie: Wie viel Geld muss ich jeden Monat sparen, um mir einen Urlaub finanzieren zu können? Soll ich eine Wohnung kaufen oder mieten? Beim Krieg in der Ukraine und den Sanktionen geht es um das Geld des Staats. Da muss ich mir eine Meinung bilden. Zum Beispiel, ob ich finde, dass 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr viel Geld sind oder nicht. Das gehört auch zur Finanzbildung.

Auch weil die Politik einen Einfluss auf unsere alltäglichen Finanzentscheidungen hat?

Der Krieg hat riesigen Einfluss auf die Finanzmärkte, auf die Inflation, auf die Kosten bestimmter Grundgüter wie Energie. Es hat auch mit Finanzbildung zu tun, mit solchen Zusammenhängen intelligent umgehen zu können.