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Neue Skulptur am Stephansplatz: Hände aus Münzen

Die Gemeinschafts-Skulptur solle "solidarisches Handeln sichtbar machen".
Die Gemeinschafts-Skulptur solle "solidarisches Handeln sichtbar machen".(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Die Skulptur "Raising Hands" ist aus einer Million 1-Cent-Münzen gemacht. Bürgermeister Ludwig meint sie hätte „das Potenzial, ein zusätzliches Wahrzeichen der Stadt zu werden“.

Eine Million 1-Cent-Münzen sieht man, wenn man die "Raising Hands"-Skulptur betrachtet, die am Dienstag auf dem Wiener Stephansplatz vorgestellt wurde. Es ist ein seit mehreren Jahren vorbereitetes Kunstprojekt, das nun bis zumindest Mitte Juni seine Präsentation in einem Eck der rechten Fassadenseite des Stephansdoms hat. 10.000 Euro Münzwert sind das, zum einfach Wegtragen ist die eineinhalb Meter hohe, drei Meter breite und zwei Meter Tiefe Skulptur aber ein wenig zu schwer: 2,3 Tonnen wiegen alleine die Münzen, inklusive Trägerkonstruktion und Podest dürfte sie sich auf zwischen drei und vier Tonnen summieren.

Die Gemeinschafts-Skulptur solle "solidarisches Handeln sichtbar machen" und ein "Hoffnungszeichen für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung" setzen, sagte Künstlerin und Initiatorin Julia Bugram. Der Auftakt dazu wurde 2019 mit einer Crowdfunding-Kampagne gemacht, die 27.001 Euro einbrachte. Die Realisierung, sprich das Bekleben von Plattenteilen nach angefertigten Plänen, erfolgte dann kollaborativ: Über 3.800 Menschen beteiligten sich laut Presseunterlagen.

(c) Die Presse/Clemens Fabry

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) erinnerte an die lange Tradition von Kunst im öffentlichen Raum Wiens und sah in der Skulptur gerade in Zeiten des Ukraine-Kriegs "ein wichtiges Signal für Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit und Solidarität. Gerade jetzt kann Kunst uns Optimismus und Hoffnung vermitteln." Wenn es zu Diskussionen aufgrund des prominenten Aufstellungsplatzes kommen sollte, sei das nur gut: "Wenn es keine kontroversiellen Diskussionen über Kunst gibt, besteht die Gefahr, dass Kunst flach wird." "Raising Hands" dagegen "hat das Potenzial, ein zusätzliches Wahrzeichen unserer Stadt zu werden", zeigte sich Ludwig überzeugt.

Dompfarrer Toni Faber freute sich, dass die einander gegebenen Hände "ohne viel Erklärung" ihre Wirkung täten: "Sie ziehen uns sofort in ihren Bann - wie es große Kunst vermag." Er berichtete auch über den großen Zuspruch für die "Himmelsleiter"-Lichtskulptur am Dom, die deshalb noch einmal bis 13. Juni verlängert werde. Auch eine abermalige Verlängerung bis Weihnachten sei denkbar. Ob sich dann die "Raising Hands" noch immer am Stephansplatz erheben, ist allerdings nicht sicher. Sollte der Standort schließlich geräumt werden müssen, sei der Wiener Bezirk Alsergrund an einer Aufstellung höchst interessiert, sagte die Künstlerin.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

(APA)