Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Energiepolitik

Die Baustellen der Leonore Gewessler

Zu still. Opposition und Industrie werfen Leonore Gewessler in der Krise fehlende Kommunikation vor.
Zu still. Opposition und Industrie werfen Leonore Gewessler in der Krise fehlende Kommunikation vor.(c) AFP via Getty Images
  • Drucken
  • Kommentieren

Die Gas-Krise wirft ein Schlaglicht auf die „schlechte Energie“ der Koalition. Denn es fehlen mehrere Gesetze, die gerade jetzt nötig wären – etwa um den Gasverbrauch zu reduzieren oder schneller Ökostromkraftwerke zu bauen.

Es ist still geworden um die grüne Super-Ministerin. Vor Kurzem noch konnte Leonore Gewessler nach dem ersten Abflauen der Pandemie wieder mit ihrem Thema Klimaschutz punkten. Doch jetzt, in der schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten, ist von der Auch-Energie-Ministerin wenig zu hören.

Dabei hätten ihr die Explosion der Gaspreise und der Ukrainekrieg in die Karten spielen können: Schlagartig wurde der Öffentlichkeit klar, wie teuer Öl und Gas über Nacht werden können und wie gefährlich die Abhängigkeit von fossilen Lieferanten der Marke Wladimir Putin ist. Zwar trommelt die Ministerin weiter lautstark für den Umstieg auf erneuerbare Energie und schießt Fördermilliarden nach, doch gleichzeitig muss sie im Nahen Osten nach neuen Gaslieferanten suchen, staatliche Gasreserven einlagern, mit Steuergeld steigende Preise an der Tankstelle dämpfen – und stillhalten, wenn Wirtschaft und Industrie wieder lautstark die Verschiebung der CO2-Bepreisung fordern. Zudem lassen all die Gesetze, die die Energiewende moderieren sollen, lang auf sich warten. Und: Es werden Zweifel laut, wie gut die Ministerin Krise kann.