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ÖVP

Reinhold Lopatka: Vom Scharfmacher zum geschätzten Globetrotter

NATIONALRAT: LOPATKA
APA/HERBERT PFARRHOFER
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Reinhold Lopatka fliegt unter dem Radar von Öffentlichkeit und Parteispitze durch die Weltgeschichte, kein Abgeordneter reist so viel wie er. Jetzt holt der ÖVP-Mann sogar Ukrainerinnen ins Parlament.

Es war im vortürkisen Zeitalter ein politisches Naturgesetz: Wo es kracht, ist Reinhold Lopatka nicht weit. Erst als Generalsekretär der ÖVP, dann als Staatssekretär und Klubchef. Ex-Kanzler Christian Kern (SPÖ) schimpfte einst gar, dass Lopatka jemand sei, der sich „in einer Telefonzelle in die Luft sprengt“. Man befand sich damals übrigens in aufrechter Koalition, die ÖVP nicht nur in punkto Umfragen in misslicher Lage.

Jetzt, gut fünf Jahre später, ist die ÖVP wieder in einer solchen, und wieder kracht es allerorten. Mit einem Unterschied: Er, der frühere Frontmann – einst Generalsekretär von Wolfgang Schüssel, später Staatssekretär und Klubobmann - ist fern jeder politischen Reiberei. Aus dem Machtzirkel der Partei wurde Lopatka bei der Übernahme durch Sebastian Kurz geräuschlos verbannt, also suchte er sich als außenpolitischer Sprecher der ÖVP im Parlament ein neues Betätigungsfeld außerhalb des Wiener Regierungsviertels: die weite Welt.