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Ukraine

Was passiert mit Mariupols Verteidigern?

Ukrainische Kriegsgefangene aus Mariupol kommen liegend in Nowoasowsk an.
Ukrainische Kriegsgefangene aus Mariupol kommen liegend in Nowoasowsk an.REUTERS
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Der Kreml ist an einer schnellen Freilassung der Kriegsgefangenen nicht interessiert. Die russische Propaganda feiert die Einnahme Mariupols als Erfolg der „Entnazifizierung“.

Die Vertreibung der prorussischen Kämpfer von ukrainischem Boden war ab 2014 das Ziel des Asow-Regiments. Östlich von Mariupol begann deren Territorium – die selbst ernannte „Donezker Volksrepublik“. In diesen Tagen gelangen Asow-Kämpfer erstmals in dieses dunkle Reich. Nicht freiwillig. Und nicht als siegreiche Krieger. Sondern als Kriegsgefangene.

Laut aktuellen russischen Angaben haben bisher 1730 Männer und Frauen, die zuletzt das Asow-Stahlwerkgelände in der Hafenstadt verteidigten, die Waffen niedergelegt. Mehr als die Hälfte der ukrainischen Soldaten hätten sich bereits ergeben, behauptete Denis Puschilin, Chef der Donezker Separatisten. Die Zahlen können nicht unabhängig überprüft werden. Puschilin sieht Mariupol nun als sein Herrschaftsgebiet, als Teil der „Volksrepublik DNR“. „Mariupol, DNR“ – so lautet auch die Sprachregelung im russischen Staatsfernsehen, für das die Einnahme der Stadt ein propagandistisches Festspiel ist.