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Feiertag

Schützenhöfer will Ostermontag für Karfreitag "opfern"

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP)
Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP)APA/ERWIN SCHERIAU
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Den Evangelischen werde "Unrecht getan", findet der steirische Landeshauptmann. Er möchte den Karfreitag wieder zum Feiertag machen und ihn für diese "retten".

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hat sich schon mehrmals für die Rückkehr des Karfreitags zum Feiertag starkgemacht. Nun brachte er einen neuen Vorstoß: Er schlug vor, dass man statt Ostermontag den Karfreitag wieder zum Feiertag macht und damit diesen für die evangelischen Gläubigen "rettet", hieß es in Medien am Freitag. Den Evangelischen werde "Unrecht getan", weil man ihnen den höchsten Feiertag genommen habe. Dieser müsse respektiert werden.

Da der Karfreitag auch für Katholiken von zentraler Bedeutung sei, schlägt er am Freitag bei der Landeshauptleute-Konferenz in Vorarlberg vor, den Ostermontag zu streichen. Die Anzahl der freien Tage bliebe somit gleich. Allerdings würde damit ein verlängertes Wochenende wegfallen; der Karfreitag ist ohnehin bereits für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein verkürzter Arbeitstag.

Der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Michael Chalupka, begrüßte den Vorstoß des steirischen Landeshauptmanns. Die evangelische Kirche Steiermark schloss sich dem an: Superintendentialkurator Michael Axmann bezeichnete den Vorschlag von Schützenhöfer, "als ausgewogen, weil er auch die Interessen der Wirtschaft berücksichtigt". Der steirische FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek hält die neuerlich angestoßene Feiertagsdiskussion dagegen für "völlig überflüssig".

(APA)