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"Al-Jazeera"-Journalistin

Reporterin laut Palästinensern gezielt von israelischem Schützen getötet

Sie hatte 20 Jahre lang für "Al-Jazeera" gearbeitet: Shireen Abu Akleh.
Sie hatte 20 Jahre lang für "Al-Jazeera" gearbeitet: Shireen Abu Akleh.(c) APA/AFP/RONALDO SCHEMIDT (RONALDO SCHEMIDT)
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Einem palästinensischen Generalstaatsanwalt zufolge sei die Kugel aus der Richtung der israelischen Scharfschützen gekommen und gezielt abgefeuert worden. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz nannte dies eine Lüge.

Der palästinensische Generalstaatsanwalt hat Israel am Donnerstag dafür verantwortlich gemacht, die Journalistin Shireen Abu Akleh des TV-Senders „Al-Jazeera“ gezielt getötet zu haben. Die Reporterin war vor zwei Wochen während eines israelischen Militäreinsatzes in Jenin im nördlichen Westjordanland ums Leben gekommen. Ihr Tod sowie Polizeigewalt bei ihrer Beerdigung in Jerusalem hatten international für Bestürzung gesorgt.

Der Generalstaatsanwalt Akram Khatib sagte vor Journalisten, eine Untersuchung der tödlichen Kugel habe ergeben, dass diese von einem Scharfschützen mit einem Gewehr des Typs Ruger abgefeuert worden sei. Das Geschoss sei aus der Richtung der israelischen Soldaten gekommen. Weitere Einschusslöcher in einem Baum zeigten, dass gezielt auf den oberen Körper der in der arabischen Welt bekannten 51-Jährigen geschossen worden sei. Dies zeige eine klare Tötungsabsicht, sagte Khatib.

Gezielter Schuss sei eine „Lüge“ 

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz wies dies als Lüge zurück. Israel bedaure den Tod der Journalistin und die Armee untersuche den Vorfall, um die Wahrheit herauszufinden. Nach Darstellung der israelischen Armee ist dagegen nicht eindeutig, von wo der tödliche Schuss kam. Sie berichtete von heftigen Feuergefechten mit militanten Palästinensern in Jenin. Die Palästinenserführung hatte Israels Wunsch nach einer gemeinsamen Untersuchung jedoch abgelehnt.

 

(APA)