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Interview

Sigrid Maurer: "Es gibt schwer problematische Vorgänge"

„Man muss die Neutralität im Zweifelsfall verteidigen können“, sagt Sigrid Maurer mit Blick auf das Heeresbudget.
„Man muss die Neutralität im Zweifelsfall verteidigen können“, sagt Sigrid Maurer mit Blick auf das Heeresbudget.Die Presse/Clemens Fabry
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Die grüne Klubchefin, Sigrid Maurer, spricht über die Affären ihres Koalitionspartners und ihr Vertrauen in ÖVP-Chef Karl Nehammer, für Aufklärung zu sorgen. Die CO2-Steuer will sie verschieben, und Millionäre würde sie gern besteuern.

Aus der ÖVP hieß es zuletzt, dass Karl Nehammer „ein Alzerl besser“ mit den Grünen kann als Sebastian Kurz. Ist das so?

Sigrid Maurer: Ja. Karl Nehammer ist ein sehr verbindlicher Politiker.

Und wie genau hat das die innerkoalitionäre Zusammenarbeit verändert?

Beide Parteien wissen, dass man gemeinsam an Dingen arbeiten und auch dem Koalitionspartner hin und wieder einen Erfolg gönnen muss. Das ist schon ein Unterschied.

Ich frage auch deshalb, weil es zuletzt wenig Erfolge gab, dafür andauernden Wirbel. Die ÖVP hatte mit der Inseratenaffäre beim Vorarlberger Wirtschaftsbund und der Fördercausa beim oberösterreichischen Seniorenbund zu kämpfen. Letzterer hat zwei Millionen Euro aus einem Topf bekommen, von dem politische Parteien eigentlich ausgeschossen sind, und argumentiert, dass das rechtens ist, weil man nicht nur eine ÖVP-Teilorganisation sei, sondern auch ein Verein. Als Bürger kommt man sich da veräppelt vor. Und als Koalitionspartner?