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Zwischentöne

Über die ewige Lust, den Sternen zu lauschen

Vor 200 Jahren starb E. T. A. Hoffmann, der Poet, der am liebsten Komponist sein wollte – und als Dichter die schönste Musik angeregt hat.

Da war diese Sage von den „Sphärenharmonien“. Sie faszinierte den jungen Schwärmer, der „oft in stillen mondhellen Nächten lauschte, ob nicht im Säuseln des Windes jene wunderbaren Töne erklingen würden“. Nur ein rationalistischer Spaßverderber hätte ihm sagen wollen, dass er da einem Trugbild aufgesessen war. Die Welt musste doch „poetisiert“ werden – so hatte es schon Novalis gefordert. E. T. A. Hoffmann, der zartbesaitete Jüngling, der den Sphären ihre Musik ablauschte, war sein Erfüllungsgehilfe.

200 Jahre ist es her, dass Hoffmann starb, wie viele seiner Generation allzu früh aus dem Leben gerissen. Ein früh Vollendeter für die Nachwelt, der sich selbst wohl eher als einen Spät-noch-Unvollendeten bezeichnet hätte. Zu viel der Visionen, der „Sphärenharmonien“, waren auf ihn eingestürmt, als dass er sie zu fassen vermocht hätte. Rational schon gar nicht, aber nicht einmal poetisch. Obwohl ihm so manches Kleinod geglückt war, dem Dichter Hoffmann, der doch lieber ein anerkannter Musiker gewesen wäre.