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Quergeschrieben

Wie macht man Frieden mit jemandem, der nur den Krieg will?

Natürlich wären Friedensverhandlungen mit Wladimir Putin wünschenswert. Die gute Idee hat nur leider einen winzig kleinen Haken.

Kein halbwegs vernünftiger Mensch wird dagegen sein, angesichts des grauenhaften Kriegs in der Ukraine, jeden nur möglichen Versuch zu unternehmen, das Sterben auf dem Weg von Verhandlungen zu stoppen.

Deshalb klingt auch vordergründig plausibel, was jetzt einige Politiker und Kommentatoren in Europa fordern, nämlich, sofort in Verhandlungen mit Moskau über ein Friedensabkommen einzutreten. In Österreich vertritt etwa SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner diese Position. „Wenn wir Friedensverhandlungen ernst nehmen, muss man sich mit beiden Seiten ernsthaft auseinandersetzen“, bejahte sie jüngst die Frage, ob sie als Kanzlerin derartige Gespräche mit Putin starten würde. Ähnlich hat es vor einigen Wochen der deutsche Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier (SPD), formuliert: „Jeder Krieg wird am Ende am Verhandlungstisch beendet.“ Das ist zwar historischer Blödsinn – siehe Zweiter Weltkrieg –, kommt aber gut an.