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VKI-Prüfung

Preisunterschiede zwischen Diskontern und Supermärkten schwinden

Vor allem Produkte aus dem Niedrigpreissegment haben sich in den vergangenen vier Jahren überdurchschnittlich stark verteuert.(c) IMAGO/Rolf Poss (IMAGO/Rolf Poss)
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Im Jahr 2018 sei der Abstand zwischen Diskontern und Supermärkten noch bei sechs Prozent gelegen, heuer habe er sich auf drei Prozent halbiert, stellt der Verein für Konsumenteninformation fest.

Im Lebensmittelhandel haben sich vor allem Produkte aus dem Niedrigpreissegment in den vergangenen vier Jahren überdurchschnittlich stark verteuert. Zu diesem Schluss kommt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach Prüfung der Preise der vier Marktführer im Lebensmitteleinzelhandel (Spar, Billa, Hofer und Lidl). Der preisliche Unterschied zwischen Diskontern und Supermärkten schwinde, Preisvergleiche seien wichtiger denn je.

Im Jahr 2018 sei der Abstand zwischen Diskontern und Supermärkten noch bei sechs Prozent gelegen, heuer habe er sich auf drei Prozent halbiert, stellt der VKI fest. Im Vergleich zu Juli 2018 sind im August 2022 "Preiseinstiegsprodukte" um 22 bis 27 Prozent teurer geworden. Markenprodukte haben sich um 22 bis 24 Prozent und damit etwas weniger, aber auch deutlich über der allgemeinen Inflationsrate verteuert. Den geringsten Preisanstieg gab es bei Bio-Waren mit 15 bis 17 Prozent. Das entspricht ziemlich genau dem allgemeinen Anstieg der Verbraucherpreise (VPI) von rund 16 Prozent in diesem Zeitraum.

"Auffällig waren die erheblichen Preissprünge einzelner Artikel im Niedrigpreissegment", schreibt der VKI. Der Preis für pflanzliche Öle habe sich in den vier Jahren mindestens verdoppelt, in einem Fall sei er um 144 Prozent gestiegen. Aber auch bei Mischbrot, Toastbrot, Mehl oder Nudeln habe es häufig Preissteigerungen von 50 bis 70 Prozent gegeben. Das gelte auch für diverse Tiefkühlprodukte oder Extrawurst.

Eigenmarken mit extremeren Preissprüngen

Markenartikel hätten sich zwar im Schnitt ähnlich stark verteuert, es habe aber nur selten extreme Preissprünge über 50 Prozent gegeben. Eigen- und Handelsmarken der Konzerne verteuerten sich "tendenziell" mehr als Markenartikel.

"Wer derzeit möglichst günstig einkaufen möchte, muss in jedem Fall ausgiebig Preise vergleichen", rät Christian Kornherr, Leiter des Bereichs Untersuchung im VKI.

(APA)