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Gespräch

"Dieser Fall zeigt doch wunderbar Putins Russland, nicht wahr?"

Kara-Mursa ist seit April in Untersuchungshaft.
Kara-Mursa ist seit April in Untersuchungshaft.IMAGO/ITAR-TASS
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Wladimir Kara-Mursa, eine Schlüsselfigur der russischen Opposition, wurde zweimal vergiftet und nach Kritik am Krieg eingesperrt. Seine Frau kämpft für ihn – auch in Wien.

Die Frau mit dem Kurzhaarschnitt und im schwarzen Blazer hat schon viel erzählt. Sie ist wortreich über Putins Russland hergezogen und hat im besten Englisch den Fall ihres Mannes geschildert. Aber jetzt verhaspelt sie sich. Sie nimmt einen Schluck Wasser und bittet um Entschuldigung. Sie habe heute hier in Wien schon sehr viel reden müssen – vor Botschaftern und Abgeordneten und jetzt, auf Einladung der OSZE-Missionen Litauens und der USA, vor einer Handvoll Journalisten.

Die Rolle ist neu für sie. „Ich wollte nie eine öffentliche Figur sein“, sagt die Frau  „Aber ich habe keine Wahl. Ich werde die Arbeit meines Mannes fortsetzen und so lang für seine Freilassung kämpfen, wie es eben dauert.“