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Konjunktur

US-Wirtschaft im ersten Halbjahr geschrumpft

Der Rückgang im zweiten Vierteljahr ist laut Ministerium vor allem mit geringeren Lagerbeständen und Investitionen der Unternehmen sowie rückläufigen öffentlichen Ausgaben zu erklären.

Die US-Wirtschaft ist im ersten Halbjahr geschrumpft. Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um annualisiert 1,6 Prozent im ersten Quartal ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 0,6 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Vorläufige Zahlen wurden damit bestätigt.

Der Rückgang im zweiten Vierteljahr ist laut Ministerium vor allem mit geringeren Lagerbeständen und Investitionen der Unternehmen sowie rückläufigen öffentlichen Ausgaben zu erklären. Gestützt wurde die Entwicklung hingegen durch die Exporte und die Ausgaben der Verbraucher.

Mit zwei Minusquartalen in Folge sind eigentlich die Bedingungen erfüllt, dass Ökonomen von einer Rezession, also einer wirtschaftlichen Talfahrt, sprechen können. Fachleute bezweifeln allerdings, dass dies derzeit der Fall ist. Ein wichtiges Gegenargument ist der robuste Arbeitsmarkt mit sehr geringer Arbeitslosigkeit. Ungeachtet dessen wird die US-Wirtschaft durch mehrere Entwicklungen gebremst, darunter die hohe Inflation und die starken Zinsanhebungen der Notenbank Federal Reserve (Fed).

US-Wachstumszahlen werden auf das Jahr hochgerechnet, also annualisiert. Sie sind daher nicht direkt mit Wachstumsdaten aus Europa vergleichbar, wo darauf verzichtet wird. Um näherungsweise auf eine mit Europa vergleichbare Wachstumsrate zu kommen, müsste man die US-Rate durch vier teilen.

(APA)